Nachdem ich jetzt schon mehrmals gefragt wurde, wie denn eigentlich die Uni sei, möchte ich das hier auch kurz beschreiben.
Die Uni und das Unileben sind ziemlich anders. Das es nicht wie an der DHBW sein wird war mir schon klar, aber ich weiß nicht ob deutsche Unis ein ähnliches Angebot haben. Ich zähle einfach mal verschiedene Dinge auf, die mir aufgefallen sind und die ich ungewöhnlich finde. Also zum einen gibt es 2 Banken auf dem Uni Gelände, nicht nur Automaten sondern eine eigenen Filiale. Dann kann man in dem Sportteam der Uni nicht mittrainieren, wenn man zu schlecht ist, also das man an keinem Turnier teilnehmen dürfte kann ich ja gut verstehen, aber dass man nicht mal trainiert wird, ... Was ich wirklich schön finde ist, dass es jedes Jahr ein Buch gibt, dass alle kostenlos erhalten die an dem Programm Read@PolyU teilnehmen. Dieses Jahr ist es "Kite Runner". Die Teilnehmer treffen sich dann ab und zu und diskutieren über das Kapitel, welches sie gelesen haben und tauschen Ideen und Gedanken mit den anderen aus.
Der Unterricht selbst ist sehr anspruchsvoll und man hat außerhalb der Uni einen hohen Arbeitsaufwand, um den gesamten Stoff aufzuarbeiten. Weiterhin gibt es mehr kontinuierliche Arbeit. Meine Noten setzten sich aus Hausaufgaben, Attendance, Midterm und final Exam zusammen.
Prinzipiell hat man auch mehr Möglichkeiten, das Wissen in verschiedenen Projekten praktisch umzusetzten. Beispielsweise haben wir in dem Fach Foundations of Database Systems ein Projekt in dem wir ein Banquett Management System für die Tourismus Studenten entwerfen. Die Tourismus Studenten organisieren nächstes Jahr 2 reale, internationale Kongresse und benötigen dafür ein Delegate Management System und ein Banquett Management System. Sie treten bei uns in dem Kurs als Kunden auf und haben uns bereits ihre Anforderungen präsentiert. Daraufhin haben wir das System entworfen und ein kleines Pflichtenheft eingereicht. Jetzt geht es langsam an die Implementierung. Die besten DBMS werden dann später für den tatsächlichen Kongress verwendet. Eine Gruppe besteht im Schnitt aus 4 Personen. Ich finde das ist eine super Idee.
Interressant ist ebenfalls, dass unsere Uni ein Hotel betreibt und besitzt. (http://www.hotel-icon.com/) Es wurde erst dieses Jahr im September eröffnet und dient als Ausbildungsstätte für die Studenten.
Reiseberichte und Erfahrungen, die ich während meines Theoriesemesters in Hongkong gesammelt habe.
Dienstag, 18. Oktober 2011
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Die kleinen aber essentiellen Unterschiede
Erst einmal vorneweg mein kleines Erfolgserlebnis des Tages: Ich habe eine lokale Kommilitonin von hinten erkannt!!
Gestern hatte ich eine zuerst unangenehme im Nachhinein aber relativ interessante Situation. Ich teile mir mein Zimmer mit Yunji (einer Koreanerin) und komme mit ihr auch wirklich gut aus. Das Bad teilen wir uns wiederum mit 3 Festlandchinesinnen von denen ich ja auch schon teilweise erzählt habe. Eine von den Dreien ist im Bad nicht gerade die Sauberste. Gestern war die Toilette dann aber so schmutzig, dass ich im Nebenzimmer geklopft habe und sie gebeten habe die Toilette sauber zu machen. Dann meinte sie zu mir, dass es ihr voll leid tut und das sie nicht weiß, wie sie es sauber machen soll und halt schon ganz oft gespült hat. Ich habe ihr dann die Toilettenbuerste gezeigt und bin wieder in mein Zimmer. Das Wundersame ist jetzt aber, dass sie in einen großen Behälter Wasser laufen lassen hat und diesen dann in die Toilette geschüttet hat und das Ganze 3 bis 4 Mal wiederholt hat. Letzendlich kam dann auch noch die Dusche in irgendeiner Art und Weise ins Spiel. Ich meine anscheinend weiß sie wirklich nicht, was sie mit einer Toilettenbürste anfangen soll und ich hatte mich vorher öfters gewundert, dass dieToilette manchmal unsauber war, die Frage ist aber:Wie reinigen sie in China die Toiletten????
Yunji ist endlich wieder da, sie war zu Hause in Korea. Sie wollte eigentlich bereits am Montag zurückkommen, hat ihren Flug aber verschoben und kam erst am Donnerstag wieder. Ich habe mich schon richtig einsam gefühlt.
Gestern hatte ich eine zuerst unangenehme im Nachhinein aber relativ interessante Situation. Ich teile mir mein Zimmer mit Yunji (einer Koreanerin) und komme mit ihr auch wirklich gut aus. Das Bad teilen wir uns wiederum mit 3 Festlandchinesinnen von denen ich ja auch schon teilweise erzählt habe. Eine von den Dreien ist im Bad nicht gerade die Sauberste. Gestern war die Toilette dann aber so schmutzig, dass ich im Nebenzimmer geklopft habe und sie gebeten habe die Toilette sauber zu machen. Dann meinte sie zu mir, dass es ihr voll leid tut und das sie nicht weiß, wie sie es sauber machen soll und halt schon ganz oft gespült hat. Ich habe ihr dann die Toilettenbuerste gezeigt und bin wieder in mein Zimmer. Das Wundersame ist jetzt aber, dass sie in einen großen Behälter Wasser laufen lassen hat und diesen dann in die Toilette geschüttet hat und das Ganze 3 bis 4 Mal wiederholt hat. Letzendlich kam dann auch noch die Dusche in irgendeiner Art und Weise ins Spiel. Ich meine anscheinend weiß sie wirklich nicht, was sie mit einer Toilettenbürste anfangen soll und ich hatte mich vorher öfters gewundert, dass dieToilette manchmal unsauber war, die Frage ist aber:Wie reinigen sie in China die Toiletten????
Yunji ist endlich wieder da, sie war zu Hause in Korea. Sie wollte eigentlich bereits am Montag zurückkommen, hat ihren Flug aber verschoben und kam erst am Donnerstag wieder. Ich habe mich schon richtig einsam gefühlt.
Sonntag, 2. Oktober 2011
Vettel wird höchstwahrscheinlich wieder Weltmeister und ich war beim Qualifying in Singapore!!!
Das war eigentlich nicht geplant, dass ich so viel herumreise, aber da ich freitags generell frei habe, bietet es sich an :-)
Um diese Zeit optimal auszunutzen haben wir lange nach guten Flügen gesucht und sind fündig geworden :-) Unser Hinflug startete von Hongkong früh um 6.00.Das bedeutete, dass wir gegen 10.00 Uhr in Singapore ankamen. Das Tolle an dem Flughafen war, dass es für Kinder (Maximalgröße war 1,30m, so klein bin ich dann doch wieder nicht) anstatt einer Rolltreppe eine Rutsche gab. Die Idee fand ich super :D. Das sollten sie auch für größere Menschen einführen.
Der Weg in die Stadt war etwas kompliziert, heute denke ich, dass dies jedoch vor allem an unserem Schlafmangel lag. Es gab 3 Terminals plus ein Budget Terminal die jeweils mit einem Skytrain verbunden waren, es war jedoch nicht ersichtlich von wo aus jetzt die Metro in Richtung Stadt abfuhr. Nachdem wir die Station gefunden hatten waren wir überglücklich und freuten uns auf das bevorstehende Wochenende. Nach ca. 10 min Fahrt fiel uns jedoch auf, dass wir wieder zurück zum Flughafen fuhren. Die MTR fährt nur 3 Stationen, dann muss man umsteigen, in die gleiche Linie, nur dass sie auf dem anderen Gleis ist. Klingt so, als ob wir alle zu blöd sind U-Bahn zu fahren, aber glaubt mir das war wirklich nicht selbsterklärend dieses System. Naja letzendlich haben wir es ja dann bis zum Hostel geschafft. Dieses Mal war es sogar auf der Karte eingezeichnet ;-) Witzig war, dass unser Hostel in der Hongkong Street lag. Diese Stadt ist uns halt mittlerweile so ans Herz gewachsen, dass wir auch auf Reisen nicht mehr auf sie verzichten möchten :-)
Aufgrund der Formel 1 waren an diesem Wochenende viele Menschen nach Singapore gereist, so auch eine Gruppe von Schweden, die ich persönlich vorher nicht kannte, meine Mitreisenden jedoch schon. Wir hatten alle den gleichen Flug, haben uns aber nach der Ankunft in Singapore getrennt, da wir in unterschiedlichen Hostels waren. Wie der Zufall es jedoch wollte, trafen wir zwei von Ihnen auf unserem Weg zu unserem Hostel wieder. Ich möchte jedoch anmerken, dass Singapore wirklich eine kleine Stadt ist. Zusammen mit den verschiedenen Inseln eingeschlossen hat Singapore eine Fläche von 710km², die Hälfte von "Greater London" . Mit einer Bevölkerung von 5 Millionen Menschen (nocheinmal zur Erinnerung: Hongkong hat 7 Millionen und eine Fläche von 1.104 km², davon aber viel Urwald.) Interessant ist weiterhin, dass Singapore 4 offizielle Sprachen hat: Englisch, Mandarin, Malay und Tamil. Wobei das English als Singlish bezeichnet wird, da es sowohl von der Aussprache als auch manchmal grammatikalisch von Mandarin und Malay beinflusst wird. Für eine kleine Kostprobe bitte folgenden Link ansehen. :-)
Ich muss kurz etwas zur Entstehung Singapores erzählen, da ich das unglaublich interessant finde. Singapore wurde von Sir Stamford Raffles gegründet, einem Briten der bereits auf einem Schiff geboren wurde und fast sein gesamtes Leben in Südostasien verbracht hat. Nachdem er die Regierung von Penang, Malaya und Java geleitet hatte, kehrte er für eine kurze Auszeit nach London zurück, gründete dort den Zoo Londons und wurde geadelt. Zurück in Asien hielt er sich zuerst in Sumatra auf und widmete sich dem Studium der Flora and Fauna. Er entdeckte die Rafflesia arnoldii.
![]() |
| Rafflesia arnoldii |
1819 gründete er Singapore und ließ den Padang, eine große Grünfläche die bis heute fast unverändert erhalten ist, anlegen. Raffles verbracht relativ wenig Zeit in der Stadt, sein letzter Besuch war 1822 und 1824 kehrte er endgültig nach England zurück, um in Rente zu gehen. Unglücklicherweise ging die Bank in der er 16.000 Pfund angelget hatte Pleite und die East India Company für die er sein Leben lang gearbeitet hatte, forderte 22.000 Pfund aufgrund von Überbezahlung zurück. Er war also ziemlich pleite und starb 1826 in Folge eines Hirntumors. Er wurde ohne Gedächtnisstein begraben und erhielt einzig 1832 eine kleine Statue in der Westminster Abbey als Andenken.
Sein Name ist in Singapore jedoch allgegenwertig es gibt alles: Raffles Place, Raffle Statue, Raffles Hotel, Raffles landing site, Raffles City. Zu der landing site gibt es auch eine interessante Geschichte, dort steht nämlich heutzutage eine Kopie der Statue von Sir Stamford Raffle. Das Orginial stand früher vor dem Uhrenturm am Padang und wurde während der japanischen Besetzung nach Tokio geschickt um sie dort einzuschmelzen. Der Kurator der National Museum in Tokio versteckte sie jedoch und meldete sie lediglich als zerstört.
Aber gut zurück zu unserem Trip. Nachdem wir im Hostel unsere Koffer zurück gelassen hatten, (wir konnten leider noch nicht einchecken, da wir zu zeititg dort waren) suchten wir ein Restaurant um unseren Hunger zu stillen und wurden auch relativ schnell fündig. Es war ein kleines Lokal mit vielen Einheimischen und ohne englische Karte. Man stellt sich also einfach an und wenn man an der Reihe ist, hat man als Grundlage einen Teller Reis und zeigt dann auf die Dinge die man gerne dazu haben möchte. Es war super lecker und hat gerade mal 2 Euro gekostet. Interessanterweise wird in Singapore nicht mit Stäbchen gegessen, sondern mit Löffel und Gabel. (Außer Nudelsuppe, die wird auch hier mit Stäbchen und Löffel gegessen.) Anschließend schlenderten wir ein wenig durch den Financial District und machten uns mit Singapore bekannt.
Auffällig war, dass man kaum Menschen auf den Straßen sah. Natürlich war gerade Formel 1 und viele waren auf dem Racetrack, aber auch dort war es nie überfüllt. Vielleicht bin ich bereits dermaßen an die Menschenmassen in Hongkong gewöhnt, dass ich normale Verhätnisse als wenig empfinde :-) Wie soll das erst werden wenn ich nach Deutschland zurück komme? Dann sieht für mich vielleicht alles wie eine Geisterstadt aus ;-)Nach einer halben Stunde kamen wir am Wasser an und hatten einen Blick auf die Marina Bay Sands, eine enorme Hotel und Kasiono Anlage.
| Marina Bay Sands |
Weiterhin haben wir ein nettes Fotoshooting mit dem wasserspeienden Merlion gemacht. Das Wahrzeichen Singapores ist eine Mischung aus Fisch und Löwe und repräsentiert den Namen Singapores (Singapura bedeutet "Löwen Stadt" in Sankrit) und die starke Verbindung der Stadt zum Meer. Witzigerweise finden viele den Merlion hässlich und sogar mein Reiseführer schreibt: "wholly ugly", ich persönlich finde ihn gar nicht so furchtbar, aber Geschmäcker sind ja verschieden :D.
| Der/Die/Das Merlion und ich :-) |
Am nächsten Tag wollten wir uns Chinatown, Little India und das Arab Quarter ansehen. Da Chinatwon nur einen Steinwurf von unserem Hostel entfernt war, fingen wir damit an.
| Frische Kokosnüsse in Chinatown |
Wir schlenderten ein wenig durch den Markt und besichtigten einen buddhistischen Temple (nein wir haben immer noch nicht genug von Tempeln :D )
Folgend ein kurzes Video von der Tempelmesse, die wir beobachten konnten.
http://www.youtube.com/watch?v=A6QtO5QINws
Als wir uns nach ca. einer halben Stunde draußen wieder treffen wollten, fehlten Zwei. Hm... ich schrieb Ihnen eine SMS wo sie sich aufhielten und Jonathan ging zurück zum Tempel. Ich erhielt dann eine Nachricht, dass die anderen beiden im 3. Stock des Temples seien und dort ein Museum ist. Nachdem ich Jonathan nicht finden konnte, um ihm das mitzuteilen, fuhr ich mit dem Fahrstuhl nach oben, um mir ebenfalls das Museum anzusehen. Es war wirklich sehr interessant, denn das Leben des Buddha wurde erklärt. Wie er geboren wurde und dass er sofort seine ersten 3 Schritte machte und in seinen Fußabdrücken Blumen anfingen zu wachsen. Wie er sein Leben als Mönch gestaltete und wie er starb. Im Museum habe ich dann auch Sarah und Ben wieder getroffen und sie haben mir den Tipp gegeben, den Dachgarten zu besuchen. Wir machten den Eingang als Meeting point aus und jeder ging seiner Wege. Der Dachgarten, war wirklich unglaublich schön, ich glaube ich habe Bilder von jeder einzelnen Orchidee gemacht. :-)
| Der wunderschöne Dachgarten |
| Eine der vielen Orchideen |
Hach das war cool :-) Natürlich bekam man nicht alles mit, wer gerade die beste Zeit gefahren ist und wer überhaupt gerade auf der Stecke war, aber das ganze drumherum ist einfach toll und ein einmaliges Flair.
Zwischen dem 3. freien Training und dem Qualifying spielte Shakira. Das ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen :-) Am Anfang , war ich ja etwas skeptisch, aber ich fand das Konzert echt richtig gut und war total froh, dass wir uns entschieden hatten hierher zu kommen. Leider waren wir nur noch zu dritt, da Jonathan die Hälfte des Rennens bereits verpasst hatte und ihm dann der volle Preis zu teuer war. In dem folgen Qualifying holte sich Vettel seine 26. Poleposition und sicherte sich somit einen exzelenten Platz um seinen Weltmeistertitel im Rennen am Sonntag zu verteidigen. GREAT!! :-)
Den Abend ließen wir dann noch gemütlich bei dem Shaggy Konzert ausklingen und kehrten dann in das Hostel zurück.
Am nächsten Tag war dann endlich das Arab Quarter an der Reihe! Leider konnten wir nicht in die Moschee, da gerade zu dieser Zeit, keine Besucher erlaubt waren. Auf unserer Erkundungstour machten wir einen kurzen Stopp bei einem Parfümerie und gönnten uns schöne Düfte. Was total süß war, nachdem ich zwei Düfte gekauft hatte, mixte mir der Verkäufer noch eine Flasche mit einer individuellen Kreation, die ich nicht bezahlen musste. Da hat mich sehr gefreut :-)
Hier konnte man sich auch in einer Kugel in díe Luft schießen lassen. Das habe ich nicht gemacht, aber erzählenswert hierbei ist, dass ein Brautpaar Fotos von sich in der Kugel anfertigen ließ, aber nicht in die Luft geschossen wurde. Was für ein fake! Dem hinzuzufügen ist noch, dass der Mann hoffnungslos überschminkt war.
Anschließend fuhren wir mit der MRT nach East- Singapore.Dort gab es keine typischen Touristenstände und man bekam einen besseren Eindruck über das Leben der Einheimischen.
| In East-Singapore |
Für den Rückweg zum Hotel entschieden wir uns ein Taxi zu nehmen, da die Metro Station ein ganzes Stück entfernt war. Wirt hatten aber ein unerwartes Problem. Obwohl das Taxisystem eigentlich relativ gut ist, denn man kann aufgrund einer Anzeige auf dem Dach sofort erkennen ob es frei, On call oder taken ist, kann es passieren, dass einen die Taxifahrer nicht mitnehmen. Zum Beispiel wenn das ihre letzte Fahrt in dieser Schicht ist und dein Ziel nicht auf ihrer Heimreise liegt oder vielleicht auch aus anderen Gründen. Jedenfalls hatten wir Probleme ein Taxi zu bekommen, und da wir zu Fünft waren brauchten wir auch noch Zwei. In Hongkong ist das kein Problem, da nehmen die Taxifahrer auch 6 mit, in Singapore ist man sehr strikt. Und das sollte man auch wirklich nicht unterschätzen, denn zum Beispiel auf Drogenhandel steht die Todestrafe. Es gibt auch verschiedene Taxis: normal, Premium, Limousine, Silver Cap. Und die Taxifahrer arbeiten 12 Stunden 7 Tage die Woche. Letzendlich haben wir uns entschieden vor einem Hotel zu warten bzw. uns anzustellen und dann beträgt die Wartezeit immer noch 10-15 Minuten. Letztendlich war es ganz witzig weil wir uns das Taxi mit zwei Australierinnen aus Perth teilten, die die gleiche Richtung hatten. Ich wusste nicht, dass Perth so absolut im nirgendwo ist. Sie haben nur erzählt, dass es für sie kürzer ist nach Bali zu fliegen, als ihr eigenes Land zu besichtigen.
Wir ließen unseren Städtetrip bei einem Singapore Sling ausklingen. Dieser Cocktail wurde 1915 im Raffles Hotel von Ngiam Tong Boon erfunden.
Nachdem wir dann die schwarz-weiß karierte Fahne für Vettel haben schwingen sehen, konnten wir noch kurz das Feuerwerk bewundern und mussten uns dann leider wieder auf den Weg zum Flughafen machen.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich Hongkong für einen Exchange wirklich vorziehe. Das Flair ist einfach viel besser, irgendwie asiatischer. Ich kann es wirklich schwer in Worte fassen. Wobei die Hawker Centers werde ich schon sehr vermissen ;-)
Samstag, 1. Oktober 2011
Ein verrückter Mittwoch in Hongkong
Eigentlich hat die folgende Geschichte gar nicht an dem Mittwoch stattgefunden, aber ich quetsche sie hier einfach mal mit rein, weil sie zu kurz für einen eigenen Post ist. :-)
Wir waren in einer kleinen Gruppe in der Kantine der Halls Mittag essen und Michael meinte schon auf dem Hinweg, dass er unbedingt etwas mit Nudeln essen möchte, weil er keinen Reis mehr sehen kann und auch allgemein nicht so der Reis-Fan ist. Naja vor der Speisekarte angekommen, stellten wir fest, dass es leider nur Gerichte mit Reis gab. (Normalerweise gibt es immer ein oder 2 Gerichte mit Nudeln, aber halt nicht an diesem Tag). Also stand Michael umgeben von Chinesen in einer großen Kantine und schrie: "I hate fucking rice!!!" Es drehten sich erstmal alle um und sahen ihn komisch an und dann lachte ihn die halbe Kantine aus. :D :D Das war großartig.
Was mich heute beeindruckt hat war, dass von unserem Department aus eine soziales Engagement organisiert wird. Studenten aus dem Comupter- Department organisieren eine Weihnachtsfeier für Waisenkinder in Hongkong, lehren Benachteiligten oder Einwanderern Englisch und Chinesisch und fahren nach Kambodscha, um Behinderten und Sex-Workern zu helfen. Wir hatten am Abend ein Treffen in dem alle Programme vorgestellt wurden und ich war die einzige Austauschstudentin. Das war relativ witzig, da ich dem hoch offziellen Part in dem der Head of Department und ein weiterer wichtiger Mann sprachen, gut folgen konnte, das es in Englisch war. Sobald die beiden jedoch weg waren, wurde ins Chinesische gewechselt und das Mädchen neben mir übersetzte für mich. Es war sehr beeindruckend, da sie die Fotos vom letzten Jahr gezeigt haben. Bei den Prostituierten wurden zum Beispiel niemals die Gesichter gezeigt, weil sie zu sehr befürchten mussten, umgebracht zu werden. Ich fand es fantastisch, dass soziales Engagement derart von der Universität aus gefördert wird.
Nach diesem Treffen gingen wir zum Pferderennen im Happey Valley. Meine Flatmate (also eine der Mädels mit der wir uns das Bad teilen) hatte gefragt, ob ich nicht mitkommen wolle, das es nicht nur Pferderennen so wie jeden Mittwoch ist, sondern zusätzlich auch noch Oktoberfest. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Gelände traf ich auch sofort weitere Austauschstudenten von der PolyU (wir sind wirklich überall :-) ) Wir hatten mit dem Wetter sozusagen Glück und Pech, denn zwischenzeitlich fing es an richtig doll zu regnen, was jedoch den Vorteil mit sich brachte, dass der Racecourse nicht überfüllt war und wir nachdem der Regen wieder auffhörte richtig gute Plätze hatten. Ich selbst habe nicht gewettet und hätte auch kein Glück damit gehabt, weil alle auf die ich gesetzt hätte, haben verloren. Meine Flatmate meinte dann noch, dass sie gedacht hätte, dass die Pferde schneller rennen, weil sie kann sie immer noch sehen und deswegen kam ihr das dann doch ziemlich langsam vor. Naja da wusst ich nicht wirklich was ich antworten sollte :-) Es sind ja schließlich keine F1- Autos!!Stadtkind.^^
Für den nächsten Tag war Typhoon Warnung und da es ein sehr starker Typhoon zu sein schien, fielen alle Kurse bis 18.00 aus. Wenn man die Folgen sieht, denke ich ist das auch eine gute Entscheidung. Ich habe auch ein kurzes Video gedreht, aber da war an sich alles schon vorbei und es war nochmal ein Schauer am nächsten Tag.
http://www.youtube.com/watch?v=xMX-S-UVv1U
Am nächsten Tag war der 62. National Day, der mit einem 30 minünitgen Feuerwerk gefeiert wurde. Anbei die Links zu den Videos.
http://www.youtube.com/watch?v=OMEsEs-tYMk
http://www.youtube.com/watch?v=Xwd9R7NSHbE
Wir waren in einer kleinen Gruppe in der Kantine der Halls Mittag essen und Michael meinte schon auf dem Hinweg, dass er unbedingt etwas mit Nudeln essen möchte, weil er keinen Reis mehr sehen kann und auch allgemein nicht so der Reis-Fan ist. Naja vor der Speisekarte angekommen, stellten wir fest, dass es leider nur Gerichte mit Reis gab. (Normalerweise gibt es immer ein oder 2 Gerichte mit Nudeln, aber halt nicht an diesem Tag). Also stand Michael umgeben von Chinesen in einer großen Kantine und schrie: "I hate fucking rice!!!" Es drehten sich erstmal alle um und sahen ihn komisch an und dann lachte ihn die halbe Kantine aus. :D :D Das war großartig.
Was mich heute beeindruckt hat war, dass von unserem Department aus eine soziales Engagement organisiert wird. Studenten aus dem Comupter- Department organisieren eine Weihnachtsfeier für Waisenkinder in Hongkong, lehren Benachteiligten oder Einwanderern Englisch und Chinesisch und fahren nach Kambodscha, um Behinderten und Sex-Workern zu helfen. Wir hatten am Abend ein Treffen in dem alle Programme vorgestellt wurden und ich war die einzige Austauschstudentin. Das war relativ witzig, da ich dem hoch offziellen Part in dem der Head of Department und ein weiterer wichtiger Mann sprachen, gut folgen konnte, das es in Englisch war. Sobald die beiden jedoch weg waren, wurde ins Chinesische gewechselt und das Mädchen neben mir übersetzte für mich. Es war sehr beeindruckend, da sie die Fotos vom letzten Jahr gezeigt haben. Bei den Prostituierten wurden zum Beispiel niemals die Gesichter gezeigt, weil sie zu sehr befürchten mussten, umgebracht zu werden. Ich fand es fantastisch, dass soziales Engagement derart von der Universität aus gefördert wird.
Nach diesem Treffen gingen wir zum Pferderennen im Happey Valley. Meine Flatmate (also eine der Mädels mit der wir uns das Bad teilen) hatte gefragt, ob ich nicht mitkommen wolle, das es nicht nur Pferderennen so wie jeden Mittwoch ist, sondern zusätzlich auch noch Oktoberfest. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Gelände traf ich auch sofort weitere Austauschstudenten von der PolyU (wir sind wirklich überall :-) ) Wir hatten mit dem Wetter sozusagen Glück und Pech, denn zwischenzeitlich fing es an richtig doll zu regnen, was jedoch den Vorteil mit sich brachte, dass der Racecourse nicht überfüllt war und wir nachdem der Regen wieder auffhörte richtig gute Plätze hatten. Ich selbst habe nicht gewettet und hätte auch kein Glück damit gehabt, weil alle auf die ich gesetzt hätte, haben verloren. Meine Flatmate meinte dann noch, dass sie gedacht hätte, dass die Pferde schneller rennen, weil sie kann sie immer noch sehen und deswegen kam ihr das dann doch ziemlich langsam vor. Naja da wusst ich nicht wirklich was ich antworten sollte :-) Es sind ja schließlich keine F1- Autos!!Stadtkind.^^
| Happey Valley |
http://www.youtube.com/watch?v=xMX-S-UVv1U
| Die Bushaltestelle am Tag danach |
| Das Studentenwohnheim wurde auch prepariert |
http://www.youtube.com/watch?v=OMEsEs-tYMk
http://www.youtube.com/watch?v=Xwd9R7NSHbE
Abonnieren
Kommentare (Atom)
