Ich dachte mir, ich könnte die kleineren Kuriositäten, die mir bis jetzt aufgefallen sind einmal kurz zusammenfassen.
Als erstes sind hierbei die Fahrstühle zu nennen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was man denn bei Fahrstühlen groß anders machen kann. Jia...! In Hongkong fahren nicht alle Fahrstühle in jedes Stockwerk! Also bei uns in dem Studentenwohnheim, gibt es 3 Fahrstühle, der Mittlere fährt in alle Stockwerke, der Linke nur in die Ungeraden und der Rechte nur in die geraden Stockwerke. Oder in der Uni gibt es beispielsweise einen Fahrstuhl der fährt nur bis in den 16. Stock. Wir mussten aber in den 18. Ok, also sind wir wieder aus dem Fahrstuhl heraus, haben rechts und links geguckt, wohin die anderen fuhren. Aber selbst die anderen Fahrstühle gingen nur bis zum 16. Verwirrend oder? Nachdem wir einen Local gefragt haben, hat er uns um die Ecke geführt und da waren dann die Fahrstühle die vom 16-20. Stockwerke gingen. Dabei möchte ich hervorheben, dass sie nicht im 10. oder so halten würden. Dieses System ist im ersten Moment verwirrend, aber in Endeffekt sehr hilfreich, da man Zeit aufgrund der ausgelasssenen Stockwerke spart.
Interessant ist ebenfalls, dass die lokalen Studenten in unserem Wohnheim seid 4 Tagen die Erstsemestler begrüßen. Das bedeutet, dass jeden Abend in jedem 2. Stockwerk Spiele stattfinden, eine Gruppe von 40 Studenten chinesische Chorgesänge grölen und am Ende des Abends einige ihre Matratzen aus den Zimmern holen und alle gemeinsam auf dem Boden im Gemeinschaftsraum schlafen. Wir Exchanges Students haben damit nicht allzu viel zu tun, jedoch muss ich immer durch den besagten Gemeinschaftsraum laufen, um in mein Zimmer zu kommen.
Ein weiteres schönes Beispiel der schnellen Integration der Neulinge konnte ich erleben, als ich in der Uni- Bank (das ist in etwa so als gäbe es eine Sparkassenfiliale neben der Bibliothek, aber auf dem Uni Gelände) meine Hall- Fee bezahlte. Draußen vor der Bank standen etwa 15 Chinesen in einem Kreis zusammen. Als erstes rief jemand seinen eigenen Namen und dann wiederholten ihn alle, so ging es dann reiheum weiter und es wurde rhytmisch geklatscht. Ich glaube zumindest dass es die Namen waren, es kann natürlich auch alles andere gewesen sein :D Das Kuriose ist die Ausdauer, denn die Gruppe stand bereits da als ich kam, hat dann die weiteren 20 Minuten, die ich in der Bank war ihr Programm durchgezogen und auch als ich ging konnte ich sie noch hören. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie viel Zeit sie dort insgesamt verbracht haben.
Was haben wir noch? Lasst es mich das Fotografier-Muster nennen. Damit meine ich, dass man eigentlich überall relativ ungestört die Sehenswürdigkeiten besichtigen kann. Aber nachdem man von einem Chinesen gebeten wird, ob er nicht ein Foto mit mir machen könnte, (Ja genau, ich soll mit auf das Foto und nicht das Foto machen) kommen mindestens 5 weitere um das Gleiche zu fragen. Da nicht nur ich sondern auch andere Austauschstudenten diese Erfahrung gemacht habe, denke ich, ist es durchaus erwähnenswert.
Heute habe ich mich, als ich das Rückgeld erhalten habe auf Kantonesisch bedankt und die Verkäuferin hat sich riesig gefreut. :) Die Uni fängt am 1. Septmeber an und ich hoffe, dass bis dahin alles mit unseren Kursen geregelt ist, da es da noch ein paar Probleme gibt. Der Kantonesischkurs wird bestimtm sehr spannend ;-)
Reiseberichte und Erfahrungen, die ich während meines Theoriesemesters in Hongkong gesammelt habe.
Dienstag, 30. August 2011
Samstag, 27. August 2011
Der Bootstrip
Gestern habe ich mit meinem Paten und 20 weiteren Hongkongern, 2 Engländerinnen und einer Japanerin einen Bootstrip unternommen. Forever (mein Pate) meinte, dass dies eine sehr typische Wochenendbeschäftigung für Hongkonger sei. Ich bin also um 7.20 aufgestanden, um gegen 8.00 Uhr mit dem Taxi irgendwo hin zu fahren. Eigentlich wollte Maelys, eine Französin, die ich auf dem Flughafen kennengelernt habe und die auch an der PolyU studiert, mitkommen, aber dann war es ihr doch zu zeitig. Forever hatte meiner Mitbewohnerin eine Notiz gegeben auf der der Ort stand zu dem mich der Taxifahrer bringen sollte. Nach einer 20 minütigen Fahrt stellte sich heraus, dass es ein Bahnhof war. :-)
| Die Notiz für den Taxifahrer |
Während ich auf Forever wartete, kaufte ich mir eine Octopus Card. Das ist sozusagen eine Prepaid Karte für die U-Bahn mit der ich aber auch in der Kantine mein Essen bezahlen kann. Also fast eine Multifunktionskarte. :-)
Wir sind dann vom Boot zum Strand geschwommen und haben da verschiedene Spiele gespielt. Wenn man ein Spiel verloren hat, gab es immer eine Strafe, die darin bestand, dass man sich mit dem Rücken zur anderen Mannschaft drehen musste und mit dem Ball abgeschossen wurde.
Alles in allem sind alle einfach nur unglaubliche nett und aufgeschlossen und es werden ständig Fotos gemacht. Bis auf das Essen von Knorpeln ist mir auch noch nichts Unbekanntes bezüglich des Verhaltens oder des Umgangs aufgefallen. Ich werde auch oft gefragt, warum ich mich für Hongkong entschieden habe und wenn ich denn sage, dass China für mich ein zu großer Kulturschock gewesen wäre, versteht dass jeder. Die Hongkonger sind glaube ich nicht so sehr happy, dass sie jetzt wieder zu China gehören.
Alles in allem sind alle einfach nur unglaubliche nett und aufgeschlossen und es werden ständig Fotos gemacht. Bis auf das Essen von Knorpeln ist mir auch noch nichts Unbekanntes bezüglich des Verhaltens oder des Umgangs aufgefallen. Ich werde auch oft gefragt, warum ich mich für Hongkong entschieden habe und wenn ich denn sage, dass China für mich ein zu großer Kulturschock gewesen wäre, versteht dass jeder. Die Hongkonger sind glaube ich nicht so sehr happy, dass sie jetzt wieder zu China gehören.
Als wir vom Strand zum Boot zurückkehrten, hatte der Bootsführer für uns Essen gekocht. Wirklich lecker kann ich nur sagen. (Es gab sogar Würstchen. Hätte ich nicht unbedingt in Asien erwartet. Wobei man sich natürlich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, das Hongkong sehr viel mit GB gemein hat und es waren diese Würstchen, die man auch aus England kennt.)
| Der Strand |
Danach wurden 300 HKG Dollar verlost, was in etwa 30€ entspricht. Irgendjemand hatte sich beim Bootspreis verrechnet und deswegen waren diese 300HKD über. Jedenfalls musste der, der das "Glückslos" gezogen hat, noch eine Aufgabe bewältigen bevor er das Geld bekommt und zwar eine Dose Bier zu exen. (Mädels hätten sogar 2 mal absetzten dürfen) Der erste hat es nicht geschafft und deswegen wurde die ganze Prozedur wiederholt. Es ist für uns vielleicht etwas unverständlich, zumal es auch nur eine kleine 333ml Dose war. Aber der 2. hat es dann geschafft und nahm unter Applaus seine 300 HKD entgegen.
Nachdem das geklärt war, konnten wir uns aussuchen, ob wir Bananenboot fahren wollten oder Wakeboarden. Da ich mich für das Wakeboarden entschieden hatten und die Bananenfahrer aber zuerst an der Reihe waren, nutzte ich die Zeit für ein kleines Nickerchen im Schatten. Ich hatte mich am Strand übrigens unglaublich stark verbrannt und versuchte jetzt jeden Sonnenkontakt zu vermeiden.
Jeder der schon mal gewakeboarded ist, kann sich mit Sicherheit denken, dass ich es nicht geschafft habe aufzustehen, aber es war trotzdem ziemlich cool. Forever meinte, dass es zusätzlich auch noch einmal schwieriger ist als auf einem See, da hier die Wellen des Meeres hinzukamen. Auch wenn es nur leichte waren.
Als ich dann gegen 19.00 Uhr wieder in meinem Zimmer war, war ich so was von todes tod, dass ich es kaum mehr geschafft habe eine kurze Email zu schreiben. Aber es war ein großartiger Tag, von dem ich zwar jetzt ein krebsrotes Gesicht, aber auch unendlich viele tolle Eindrücke habe.
Donnerstag, 25. August 2011
Erster Tag in Hongkong
Endlich bin ich in HKG angekommen!!!!
Die Polytech University hat glücklicherweise ein Patenprogramm, denn mein Pate hat mich bereits am Flughafen abgeholt und uns (ich habe während des Fluges eine Französin und beim immigrieren 2 weitere Französinnen kenngelernt, die ebenfalls ein Austauschsemester machen) zu der Student Hall of Residence begleitet.
Ich war sehr beieindruckt von den ganzen Leuchtreklamen und einer Luxusstraße an der sich ein Juwelier an den nächsten reiht. Ich glaube alleine hätte ich nie den Weg bis zur Rezeption gefunden, denn obwohl wir mit asureichend Kartenmaterial versorgt wurden ist alles sehr unübersichtlich und vor allem mehrstöckig. Ich habe das System noch nicht ganz durschaut. Was ich witzig finde, ist dass wirklich noch sehr viel an UK angelehnt ist z.B. der Linksverkehr, das U-Bahn System mit den typischen Durchlassschleusen oder der Tee mit Milch, der hier sehr verbreitet sein soll.
Meine Zimmernachbarin ist eine Koreanerin, die in New York studiert und jetzt einen Austausch in HKG macht. Ich hatte jedoch noch nicht genug Zeit sie näher kennenzulernen, da wir nur kurz unsere Sachen verstaut haben und dann mit meinem Paten und einer de drei Französinnen essen gegangen sind.
Ich war wegen der Hitze und der langen Reise ziemlich durstig und daraufhin hat uns mein Pate (er heißt übringes IP Wang Hing, oder für uns Forever (ich nehme an er hat die Bedeutung seines Namens einfach übersetzt)) ein typisches Hongkonger Getränke empfohlen. Also irgendwie Milch und Tee glaube ich aber kalt und es hatte kleine Bällchen (Pearth) kam aber noch nicht dazu es nachzuschlagen. Auf alle Fälle, ultra lecker.
Dann sind wir in einem einheimischen Imbiss essen gegangen und jeder hat als erstes einen Becher mit Wasser bekommen. Naja was nun folgt ist man könnte was sagen aus Komedie- Filmen bekannt. Ich habe mich schon gewundert, warum das Wasser warm ist, weil die Außentemperatur ist schon echt heiß, da macht es ja nicht alzu viel Sinn warme Getränke zu servieren, aber ich immer noch durstig nehme einen kleinen Schluck. Als eine Minute später das Besteck gebracht wurde und Forever es in einen der Becher zum säubern tat, dachte ich einfach nur --> FAIL! Glücklicherweise glaube ich das es unbemerckt geblieben ist.
Gewöhnungsbedürftig ist das Fleisch hier, denn die Chinesen glauben daran, dass der Knochen am Fleisch Glück bringt. Damit kan ich ja noch relativ gut leben. Ich möchte jedoch dazu erwähnen, dass ich in fast jedem Fisch eine Gräte oder in jedem Frikassee einen kleinen Knochen finde, also ich in dieser Hinsicht ziemlich pingelig bin. Das schlimmste ist aber, dass der Knorpel mitgegessen wird.
Ja das ist schwierig, ich habe mich sogar überwunden und einen zerbissen, aber das runterschlucken habe ich nicht geschafft. Aber naja vielleicht wird das ja noch, es ist ja erst der erste Tag und ich hoffe da genieße ich noch ein bisschen Neulingsnachsicht. :-)
Die Polytech University hat glücklicherweise ein Patenprogramm, denn mein Pate hat mich bereits am Flughafen abgeholt und uns (ich habe während des Fluges eine Französin und beim immigrieren 2 weitere Französinnen kenngelernt, die ebenfalls ein Austauschsemester machen) zu der Student Hall of Residence begleitet.
Ich war sehr beieindruckt von den ganzen Leuchtreklamen und einer Luxusstraße an der sich ein Juwelier an den nächsten reiht. Ich glaube alleine hätte ich nie den Weg bis zur Rezeption gefunden, denn obwohl wir mit asureichend Kartenmaterial versorgt wurden ist alles sehr unübersichtlich und vor allem mehrstöckig. Ich habe das System noch nicht ganz durschaut. Was ich witzig finde, ist dass wirklich noch sehr viel an UK angelehnt ist z.B. der Linksverkehr, das U-Bahn System mit den typischen Durchlassschleusen oder der Tee mit Milch, der hier sehr verbreitet sein soll.
Meine Zimmernachbarin ist eine Koreanerin, die in New York studiert und jetzt einen Austausch in HKG macht. Ich hatte jedoch noch nicht genug Zeit sie näher kennenzulernen, da wir nur kurz unsere Sachen verstaut haben und dann mit meinem Paten und einer de drei Französinnen essen gegangen sind.
Ich war wegen der Hitze und der langen Reise ziemlich durstig und daraufhin hat uns mein Pate (er heißt übringes IP Wang Hing, oder für uns Forever (ich nehme an er hat die Bedeutung seines Namens einfach übersetzt)) ein typisches Hongkonger Getränke empfohlen. Also irgendwie Milch und Tee glaube ich aber kalt und es hatte kleine Bällchen (Pearth) kam aber noch nicht dazu es nachzuschlagen. Auf alle Fälle, ultra lecker.
Dann sind wir in einem einheimischen Imbiss essen gegangen und jeder hat als erstes einen Becher mit Wasser bekommen. Naja was nun folgt ist man könnte was sagen aus Komedie- Filmen bekannt. Ich habe mich schon gewundert, warum das Wasser warm ist, weil die Außentemperatur ist schon echt heiß, da macht es ja nicht alzu viel Sinn warme Getränke zu servieren, aber ich immer noch durstig nehme einen kleinen Schluck. Als eine Minute später das Besteck gebracht wurde und Forever es in einen der Becher zum säubern tat, dachte ich einfach nur --> FAIL! Glücklicherweise glaube ich das es unbemerckt geblieben ist.
Gewöhnungsbedürftig ist das Fleisch hier, denn die Chinesen glauben daran, dass der Knochen am Fleisch Glück bringt. Damit kan ich ja noch relativ gut leben. Ich möchte jedoch dazu erwähnen, dass ich in fast jedem Fisch eine Gräte oder in jedem Frikassee einen kleinen Knochen finde, also ich in dieser Hinsicht ziemlich pingelig bin. Das schlimmste ist aber, dass der Knorpel mitgegessen wird.
Ja das ist schwierig, ich habe mich sogar überwunden und einen zerbissen, aber das runterschlucken habe ich nicht geschafft. Aber naja vielleicht wird das ja noch, es ist ja erst der erste Tag und ich hoffe da genieße ich noch ein bisschen Neulingsnachsicht. :-)
Zwischenstop in Dubai
| Eine grüne Oase im Flughafen |
Ich habe gerade meinen Zwischenstopp in Dubai und bin ziemlich müde. Eine schlaflose Nacht wegen eines unglaublich lauten Gewitters, die letzten Stunden auf Arbeit und ein 6 Stunden Flug liegen hinter mir. Ich hatte mich für Flying Emirates als Airline entschieden, weil sie einen sehr guten Ruf genießen und ich das gerne mal überprüfen wollte. Außerdem Habe ich auf dem Rückflug 1,5 Tage in Dubai, was natürlich auch ein schlagkräftiges Argument war. J Ich kann es aber wirklich nur weiterempfehlen. Zum einen durfte ich 30 kg Gepäck mitnehmen, was ich fast (28,8 kg) ausgereizt habe. Desweiteren gab es ein sehr leckeres Bordmenü, eine ultra gute Auswahl an Zeitschriften (@Niklas: da brauch ich mir gar kein Buch kaufen J) und ich hatte eine riesen Auswahl von Filmen, Spielen und Musik. Alles in allem sehr überzeugend.
In Dubai selbst musste ich noch einmal durch die Sicherheitskontrolle, in der sie dann auch ein kleines Multifunktionswerkzeug gefunden haben. Das habe ich natürlich vergessen in den großen Koffer zu packen. Verdammt. Es ist deshalb schade, weil ich mit dem kleinen Ding verschiedene Möbel aus meiner Wohnung aufgebaut hatte. Hm, naja egal. Interessanterweise wurde es bei meiner Ausreise aus Deutschland nicht entdeckt, was zum Nachdenken anregen könnte.
| Ja ich meine das so wie ich es schreibe :-) |
Auffälligkeiten am Flughafen Dubai: an den Wänden hängen alle 500m Rolex Wanduhren, es gibt Duschen, sogar auf den Toiletten sind Duschköpfe angebracht. Alles in allem ist der gesamte Flughafen unglaublich stark auf Luxus ausgerichtet, wie die Bilder mit der grünen Oase und den Hummern denke ich zeigen.
| Hummer am Flughafen |
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