Dienstag, 30. August 2011

Kleinere Kuriositäten

Ich dachte mir, ich könnte die kleineren Kuriositäten, die mir bis jetzt aufgefallen sind einmal kurz zusammenfassen.
Als erstes sind hierbei die Fahrstühle zu nennen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was man denn bei Fahrstühlen groß anders machen kann. Jia...! In Hongkong fahren nicht alle Fahrstühle in jedes Stockwerk! Also bei uns in dem Studentenwohnheim, gibt es 3 Fahrstühle, der Mittlere fährt in alle Stockwerke, der Linke nur in die Ungeraden und der Rechte nur in die geraden Stockwerke. Oder in der Uni gibt es beispielsweise einen Fahrstuhl der fährt nur bis in den 16. Stock. Wir mussten aber in den 18. Ok, also sind wir wieder aus dem Fahrstuhl heraus, haben rechts und links geguckt, wohin die anderen fuhren. Aber selbst die anderen Fahrstühle gingen nur bis zum 16. Verwirrend oder? Nachdem wir einen Local gefragt haben, hat er uns um die Ecke geführt und da waren dann die Fahrstühle die vom 16-20. Stockwerke gingen. Dabei möchte ich hervorheben, dass sie nicht im 10. oder so halten würden. Dieses System ist im ersten Moment verwirrend, aber in Endeffekt sehr hilfreich, da man Zeit aufgrund der ausgelasssenen Stockwerke spart.
Interessant ist ebenfalls, dass die lokalen Studenten in unserem Wohnheim seid 4 Tagen die Erstsemestler begrüßen. Das bedeutet, dass jeden Abend in jedem 2. Stockwerk Spiele stattfinden, eine Gruppe von 40 Studenten chinesische Chorgesänge grölen und am Ende des Abends einige ihre Matratzen aus den Zimmern holen und alle gemeinsam auf dem Boden im Gemeinschaftsraum schlafen. Wir Exchanges Students haben damit nicht allzu viel zu tun, jedoch muss ich immer durch den besagten Gemeinschaftsraum laufen, um in mein Zimmer zu kommen.
Ein weiteres schönes Beispiel der schnellen Integration der Neulinge konnte ich erleben, als ich in der Uni- Bank (das ist in etwa so als gäbe es eine Sparkassenfiliale neben der Bibliothek, aber auf dem Uni Gelände) meine Hall- Fee bezahlte. Draußen vor der Bank standen etwa 15 Chinesen in einem Kreis zusammen. Als erstes rief jemand seinen eigenen Namen und dann wiederholten ihn alle, so ging es dann reiheum weiter und es wurde rhytmisch geklatscht. Ich glaube zumindest dass es die Namen waren, es kann natürlich auch alles andere gewesen sein :D Das Kuriose ist die Ausdauer, denn die Gruppe stand bereits da als ich kam, hat dann die weiteren 20 Minuten, die ich in der Bank war ihr Programm durchgezogen und auch als ich ging konnte ich sie noch hören. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie viel Zeit sie dort insgesamt verbracht haben.
Was haben wir noch? Lasst es mich das Fotografier-Muster nennen. Damit meine ich, dass man eigentlich überall relativ ungestört die Sehenswürdigkeiten besichtigen kann. Aber nachdem man von einem Chinesen gebeten wird, ob er nicht ein Foto mit mir machen könnte, (Ja genau, ich soll mit auf das Foto und nicht das Foto machen) kommen mindestens 5 weitere um das Gleiche zu fragen. Da nicht nur ich sondern auch andere Austauschstudenten diese Erfahrung gemacht habe, denke ich, ist es durchaus erwähnenswert.

Heute habe ich mich, als ich das Rückgeld erhalten habe auf Kantonesisch bedankt und die Verkäuferin hat sich riesig gefreut. :) Die Uni fängt am 1. Septmeber an und ich hoffe, dass bis dahin alles mit unseren Kursen geregelt ist, da es da noch ein paar Probleme gibt. Der Kantonesischkurs wird bestimtm sehr spannend ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen