Donnerstag, 1. September 2011

Einkaufen

Man kann in Hongkong verdammt gut einkaufen. :-) Und damit meine ich nicht die Touristenmärkte auf denen man einen total überteuerten Preis zahlt, sondern die kleinen Läden in den Seitengassen.
Ich habe mir jetzt auch einen Reiskocher gekauft, um mir manchmal Essen selbst zuzubereiten. Denn obwohl die meisten Restaurant alle wirklich sehr lecker sind, brauche ich jetzt auch mal wieder etwas Einfaches und Fleischloses. :-) Ich habe sogar einen Bioladen gefunden, in dem ich mir ein bisschen Gemüse gekauft habe. Es heißt Tsoi Sum oder auf English Rapunzel aber ich kannte es nicht aus Deutschland. Hier gibt es dieses Gemüse jedoch fast überall.
Ein Bio-Laden :-)
Aber zurück zum Reiskocher-Kauf. Das ist eigentlich viel einfacher, als man es sich zum Anfang vorstellt. Man sucht sich einfach ein Geschäft, in dem im Schaufenster Haushaltsgeräte sind, geht rein und guckt sich die ganzen ausgestellten Reiskocher an und wenn man sich entschieden hat, nimmt man das Ausstellungstück geht zu dem Verkäufer und fuchtelt ein bisschen damit herum. Dann wird einem gleich freundlich geholfen, der verpackte Reiskocher herausgesucht und dann muss der Käufer die Ware prüfen. Das bedeutet, dass der Reiskocher ausgepackt wird und man als Käufer mit einem Nicken bestätigen muss, dass auch wirklich alles da ist. Dieses Verhalten ist mir bei dem Reiskocher-Kauf gar nicht so bewusst aufgefallen, aber kurz darauf habe ich mir noch eine Handtasche gekauft (wie gesagt man kann gut einkaufen) und da musste ich auch überprüfen, ob alles in Ordnung ist.
Wenn man ganz normal shoppen geht ist das auch anders. :-) Zum einen kann man nur Hosen anprobieren, alles andere kauft man auf gut Glück. Es gibt aber eh nur eine Größe, man könnte also eh nichts anderes kaufen, wenn einem das Teil an sich gefällt es aber nicht richtig passt. Dann habe ich mich die ganze Zeit gewundert, warum die Verkäuferin immer ankommt und fragt, ob sie mir neue Teile holen soll. Das habe ich echt nicht verstanden und meinte immer nur, ich schaue noch. Als es dann aber an das Bezahlen ging, wurde mir das System endlich klar. Man kauft nicht die Ausstellungsstücke, wie bei uns, sondern die Verkäuferinnen geben die Nummern durch und man bekommmt ein eingepacktes Kleidungsstück! Dieses packt man dann aus und beäugt es kritisch, ob irgendwelche Fehler daran sind. Ich muss sagen, das war echt gar nicht so einfach darauf zu kommen. :-)
Ansonsten gibt es wie bei uns auch Supermärkte und die aus England bekannten SevenEleven, aber auch eher tradtinionelle Einkaufshallen. Dort habe ich zum Beispiel Hühnerfüße gesehen (genau genommen, waren sie viel größer, aber ich könnte sie keinem Vogel zuordnen), die es in allen Variationen gab: gefroren, fritiert, normal. Dann gab es noch etwas, dass meiner Meinung nach wie Hoden aussah und viele andere Dinge, die ich nicht identifizieren konnte oder einfach nicht kannte, weil wir nichts Vergleichbares haben.
Ich habe mir jetzt Lernkarten für Kleinkinder gekauft und versuche mit einem Austauschstudenten aus Australien, der jedoch in Hongkong geboren wurde, Kantonesisch zu lernen. Im Gegenzug bringe ich ihm ein bisschen Deutsch bei, denn da er so etwas wie Maschienenbau studiert, würde er wirklich gerne einmal in Deutschland einen Austausch machen, weil wir Deutschen in dem Bereich so gut sind. :D Ich finde das ist ein ganz guter Deal. Das Schwierigste ist glaube ich wirklich das Ohr auf die verschiedenen Töne zu schulen. Denn Mandarin hat 4 verschiedene Töne, Kantonesisch 9 und die unterscheiden sich auch noch von denen in Mandarin. Aber Tom meinte ich würde auch mit 6 Tönen über die Runden kommen, naja ist ja nicht so dass das nicht schon schwer genug wäre. :-)

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