Sonntag, 15. Januar 2012

Dubai - die letzte Station meiner Reise

Am Flughafen hieß es als erstes Abschied nehmen von Maelys, die weiter nach Paris flog. Ich blieb aber noch einen Tag in Dubai, da ich einen EIndruck von der Stadt bekommen wollte. Ich kam früh um 5.00 Uhr in meinem Hotel an und konnte sogar schon in mein Zimmer. Eigentlich wollte ich irgenwo hingehen, um den Sonnenaufgang zu beboachten, war dafür dann aber letzendlich zu müde und entschloss mich 2 Stunden zu schlafen. Dann machte ich mich auf, um die Stadt zu erkunden. Ich begann im historischen Viertel. Dort gab es historische Bauten mit Windtürmen. Diese waren sizusagen, die erste Klimanalage, denn sie sind nach allen vier Seiten offen und leiten jeden kleinen Windzug in das Haus.
Nachdem ich ein wenig den Fluss entlanggeschländert war und die Wassertaxis beobachtet hatte. Kam ich zum clothes souk. Das sind kleine Alleen mit unglaublich vielen Händlern von Stoffen. Dort sah ich zum ersten Mal ein paar mehr Menschen, denn vorher waren die Straßen sehr leer gewesen. Ich fühlte mich aber ziemlich unwohl, denn Männer waren unverhältnismäßig überrepresentiert. 75% der Bevölkerung Dubais sind männlich und das fällt auf den Straßen ja noch stärker auf, weil die Frauen oft im Haus bleiben. Das bedeutet, dass man auf den Straßen fast nur Männer sieht, von denen die eine Hälfte mich anstarrt und die andere Hälfte denkt, dass ich Unheil bringe. Denn als ich den einen Mann anch dem Weg gefragt habe, ist er 2 Schrittte zurück gewesen und hat mich skeptisch angesehen, mir letztendlich dann aber doch geantwortet.
Ich war froh über meine große Sonnenbrille und nachdem ich mir dann wieder ein Tuch über die Schultern geschwungen habe, fühlte ich mich besser.

Meine nächste Station war das Dubai Museum, in dem das alte Dubai, das Leben der Beduinen in der Wüste und das Leben mit dem Meer dargestellt wurde. Es war schön gemacht, aber nicht herausragend, gilt aber als 2. wichtigsten Sehenswürdigkeit.
Als nächstes sah ich mir das Horse Museum an, was ein ziemlicher fail war. Ich hatte gehofft, dass mehr darauf eingegangen wird, wie wichtig die Rolle des Pferdes für die Einheimischen ist oder das mehr auf die Rasse der Araber und Berber eingegangen wird. Es war jedoch eher eine Einführung in das Thema Pferd, bei der Rassen, Ernährung, Haltung und Pflege abgehandelt wurden. Für ein Kindermuseum war es zu langweilig gestaltet, da es nur Wandtafeln gab, die man lesen konnte und für einen anderen Anspruch waren die Sätze zu einfach geschrieben wie zum Beispiel: "Wenn Pferde etwas Falsches essen können sie krank werden. Es ist wichtig auf die Ernährung der Pferde zu achten" (frei übersetzt, aber es war wirklich in dieser Art geschrieben)




Mitten in der Stadt war auf einmal einfach eine Kuh ...

... und ein Ziegenstall
Daraufhin wollte ich mir eine bekannte Moschee ansehen und lief und lief und lief und dann taten mir zum ersten Mal die Füße weh und es war 12.00 Uhr und die Sonne brannte mir in Gesicht. Dubai ist echt weit! Keine Fußgängerstadt. Nein, nein. Nach ca. 4 km sah ich die Moschee dann auch von Weitem. Ich hatte aber keine Lust mehr in ihre Richtung abzubiegen, da ich den Weg wieder zurück hätte laufen müssen, um an die Sheikh Zayed Road zu kommen. Die Sheikh Zayed Road ist die größte und bekannteste Straße Dubais. In ganz Dubai gibt es nur 2 Metro-Linien somit hätte ich meinen Weg mit diesem Verkehrsmittel nicht verkürzen können. Die eine verläuft auf der Sheikh Zayed Road und ist vollautomatisch, d.h. es bedarf keinen menschlichen Zugführer und die andere ist in einem komplett anderen Teil der Stadt. Um zu dem Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt zu kommen, musste man erst mit der Metro zur Burj Khalifa Station fahren, um von dort mit einem Bustransfer zu dem eigentlichen Gebäude zu kommen. Ursprünglich hieß das Gebäude übrigens Burj Dubai, aber da Chalifa bin Zayid Al Nahyan der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate und Herrscher in Abu Dabi den Bau finanziell unterstützen musste, wurde er zu seinen Ehren benannt. Dies wurde aber erst während der Eröffnungsfeier bekannt, an der Chalifa bin Zayid Al Nahyan gar nicht teilnahm. Hier gab es im Bus ein Frauenabteil, wobei diesmal auch Ehemänner erlaubt waren. :-) Dort habe ich dann auch zum ersten Mal eine vollkommen verschleierte Frau gesehen. Nichtmal ihre Augen waren zu sehen.  Eine andere war aber etwas offener gekleidet. Ich glaube sie hat versucht sich, das Peace-Zeichen zeigend, mit mir im Busfenster zu fotografieren, ich bin mir aber nicht ganz sicher. Die anderen verschleierten Frauen, haben mich komplett ignoriert, als ob ich in ihrer Welt gar nich existieren würde. An dem Einkaufszentrum angekommen, welches unterhalb des Burj Khaila liegt, musste ich feststellen, dass sich die astronomischen Eintrittspreise nicht geändert hatten. Ich hatte gehofft, dass sie vieleicht nur kurz nach der Eröffnung so teuer waren, aber eine Fahrt zur Aussichtsplattform, für die man sich vorher online anmelden musste kostete 20 Euro. Möchte man ohne Anmeldung fahren, bezahlt man ca. 100 Euro!!! Doch das ist meistens eh nicht möglich, da es wochenlang ausverkauft ist.
Wenn es dunkel wird in Dubai, kann die größte Fontaine der Welt bewundert werden. Alle 30 Minuten gibt es eine schöne Show, die mich wirklich überzeugt hat.
Hier der Link:
http://www.youtube.com/watch?v=k5iaSf0RbYk&feature=youtu.be






Ein blockierter Fußgängerweg

So groß ist der Burj Khalifa
Als letztes wollte ich gern noch die berühmte Insel sehen. Es fährt sogar ein Zug auf die Insel und wieder zurück, aber leider ist er nicht mir der Metrostation verbunden. Also entschied ich mich einfach nur an der Wasserfront entlang zu laufen. Aber das ging nicht. Es gab Fußgängerwege, die einfach endeten und ich ein Stück auf dem gut gepflegten Hotelrasen laufen musste, bevor sie neue Fußgängerwege kamen. Wenn man die größe der Stadt und die Gier alles haben zu wollen(Skihalle, Zoo, Aquarium, Rennbahn, Delphinarium, zusätzliche Küsten, Internet Village, usw. ) wirklich mal mit eigenen Augen sieht, verwundert es nicht, dass Dubai der größte Energieverbraucher weltweit ist. Man bedenke allein die ganzen Kühlsystem, der verglasten Wolkenkratzer, die eigentlich wie ein Gewächshaus aufgebaut sind! Resümierend bin ich froh, dass ich diese Stadt kennenlernen durfte und der Service hier ist wirklich richtig gut. Wenn man sich in den moderenen Vierteln aufhällt gibt es auch keinen Frauen-Männerkonflikt. Aber ich denke, ich werde kein Dubai-Fan.

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