Donnerstag, 5. Januar 2012

Eine Auszeit in Malaysia - Tag 2

Für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen nach Melaka zu fahren und mein Busticket nach Cameron Highlands zu kaufen. Ich hatte im Internet die Abfahrtszeiten herausgesucht und machte mich auf den Weg zur Busstation. In meinem Reiseführer stand, dass es eine große Busstation namens Puduraya gab, die an der Pudu Straße liegt. Im Internet stand aber, dass die Busser nach Melaka von B'Spandau abfahren und als ich das im Internet gesucht habe, war diese Station schon fast außerhalb der Stadt. Also machte ich mich auf dem Weg nach Puduraya und wollte mal schauen, ob ich vielleicht doch beide Tickets dort erhalte. Mein Reiseführer war in dieser Hinsicht jedoch etwas fehlleitend, sodass ich erst zu er Metrostation Pudu gefahren bin. Klang ja einläuchtend , da die Station ja auch an der Pudu Straße liegt. Ich kam aber an einer ziemlich ländlichen Gegend hinaus und sah weit und breit keine reisen große Busstation. Die Menschen sahen auch nicht so aus, alsob sie Englisch verstehen würden. Es war etwas komisch ein ältere Herr hatte seine Enkelin auf dem Arm und bat mich um Geld. Das war aber eine spontane Reaktion als er mich sah. Ich lief ein wenig herum und fand letzendlich ein Reisbüro und dachte, dass ich dort ja mal mein Glück probieren und nach dem Weg fragen könnte. Leider sprachen sie auch nur gebrochen Englisch verwiesen mich aber zu einer anderen Metrostation. Ok also ging ich zurück zur Station Pudu und kaufte ein neues Ticket zurück in die Stadt. Als ich wartete fragte ich, um sicher zu gehen, einen Chinesen nach dem Weg. Er musste auch zu der selben Station und bot an mich dort hinzubringen. Puh, Glück gehabt. Er war sogar so nett, dass er mit mir sogar das Busticket nach Cameron Highlands kaufen ging und sich dan noch erkundigte wie ich am Besten nach Melaka komme. Denn die Busse, die in südlicher Richtung fahren, starten von einer anderen Station. Der B'Spandau oder kurz BSP. Wenn man dass weiß, ist es auch alles gar nicht so schwierig, aber ich habe den gesamten Vormittag gebraucht um diese 2 Bustickets zu kaufen und zu der richtigen Station zu kommen um nach Melaka zu fahren. Das war ein wenig ärgerlich. Als ich dann im BSP ankam, war ich erstaunt, wie groß das wirklich ist. Mann kann es sich vom Aufbau ähnlich wie einen Flughafen vorstellen, nur halt viel kleienr natürlich. Aber man kauft die Tickets im ersten Stock und im EG sind dann die gesamten Terminals. Jedenfalls kaufte ich dann ein Ticket für den nächsten Bus, der in 5 Minuten abfuhr. Die Verkäuferin fragte mich noch, ob ich das wirklich machen will. Daraufhin war ich verunsichert und wollte wissen, ob es denn machbar sein. Das kommt auf mich an, antwortete sie. Hm, nagut, versuchen wir es halt. Ticket genommen, kurz gescheckt ob ich wirklich alles habe, Portemonaie, Reisepass, Ticket, Handy, ok alles da und dann bin ich los gerannt. Habe den Bus aber ohne Probleme erreicht :-) Auf der Fahrt habe ich dann ein wenig geschlafen und gelesen. Nachdem wir ankamen kaufte ich mir als erstes das späteste Rückfahrticket, das war gegen 22.00 Uhr. Dann musste ich den Bus suchen, der in die Stadt fährt, da das Terminal etwas außerhalb war. Gott sei dank stand in meinem Reiseführer, dass es der S18 ist, ansonsten wäre man ziemlich aufgeschmissen, da man keine Beschilderung dafür findet und er fuhr auch noch von der anderen Seiten des Terminals ab, von dem die Langstreckenbusse abfahren. Also vielleicht habe ích mich auch nur etwas ungeschickt angestellt, aber ich fand das alles echt nicht so einfach, alle Dinge zu finden. Meine malayische Freundin in Hongkong hat mich darin aber auch bestätigt und gemein, dass sie es ziemlich bewundernswert findet, dass ich mir das alles zutraue, gerade weil es so schwer ist sich zu orientieren.

In Melaka habe ich dann eine 2 stündige Rickshaw Rundfahrt gemacht und dabei alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen. Mein Guide war auch sehr ambitioniert und hat mir viel Geschichtliches erzählt, wobei ich große Schwierigkeiten hatte ihn zu verstehen und manchmal war ich mir nicht so sicher, ob er das was er erzählt auch verstanden hat, da manche Sacher etwas verdreht erschienen. Nichtsdestotrotz war es sehr interessant und sehenswert. Eine Überraschung war, dass ich bei einem Schuhmacher, der Schuhe für Bound Feets herstellte, einen deutschen Artikel fand.


Der erste Bus ohne Klimaanlage

Früher waren die Häuser weiß, aber der Backstein hat immer durchgeschienen, sodass man sie letzendlich einfach rot gestrichen hat.

Die Nachbildung der portugiesischen "Flor de la Mar", die gefüllt mit Schätzen aus Melaka vor der Küste gesunken ist, als sie auf dem Rückweg nach Portugal war. Sie wurde niemals wiedergefunden.

Dort wo die Häuser heute stehen, war früher die Küstenlinie.

Die portugiesische St. Pauls Church.  

Ein lokaler Maler, mit dem ich mich lange unetrhalten habe :-)

Ein deutscher Artikel über Bound Feet.

Die Füße der chinesischen Frauen wurden auf diese Größe zusammengebunden. Diese Praxis ist heutzutage jedoch verboten.

Walking in the streets of Melaka

Die japanische Armee erobert Malaysia via Fahrrad



Ein echt cooler Police Officer
Nach dieser Tour hatte ich einen riesen Hunger, es war gegen 17.00 Uhr und ich hatte seit dem Frühstück nichts mehr gegessen. Eigentlich wollte ich typisch melakkisch essen, aber die Restaurants öffneten alle erst so spät und so lange konnte ich nicht warten. Glücklicherweise fand ich einen Hawker Stall an dem die einen schon chinesische Suppe servierten, also aß ich wieder chinesisch :-)
Als ich dann meinen weiteren Tag planen wollte, viel mir auf, dass die Museen in die ich noch gehen wollte, bereits um 16.30 geschlossen hatten. Also entschließ ich mich ein wenig durch die Stand zu schlendern und musste feststellen, dass die meisten Geschäfte um 18.00 Uhr schlossen. Hm mein Bus zurück ging um 22.00 was sollte ich denn jetzt noch die ganze Zeit machen? Ich verscuhte mein Glück und fuhr zurück zu der Busstation um zu schauen, ob ich mit meinem Ticket auch einen Bus eher nehmen könnte. Als ich bei der Tourismusinformation anchfragen wollte, wo der Bus in Richtung Busterminal wieder abfährt, hatte ich Glück und eine Beamte holte gerade die Fahnen vor dem Büro ein und konnte mir weiterhelfen. Es gab wieder keinen Fahrplan und keine Beschilderung. Ich musste aber nicht lange warten und dann kam ein roter Bus(die Frau von der Touristeninformation hatte etwas von einem roten Bus erzählt) und er hatte auch die S18 in der Windschutzscheibe hängen. Dann müsste das ja meiner sein, hoffte ich. Die Hinfahrt hatte mich 1MYR gekostet, jetzt wollte der Busfahrer aber 1,5 MYR haben. Ich war so schon etwas von der uneffizienz dieses Tages abgenervt und hatte auch nur noch 1 MYR oder scheine in meinem Portmonaie und meinte gereizt, dass ich mit dem Bus auch hergefahren bin und dass ich weiß dass es nur 1 MYR sind. Ich weiß nicht, ob er dann den Preis aus Nettigkeit oder aus anderen Gründen herunter gesetzt hat, denn die Strecke war eine andere als auf der Hintour und vielleicht war die Rückfahrt ja wirklich teurer. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Bus für manche Fahrgäste seine Route etwas abänderte, denn auf einmal waren wir in einem Wohngebiet mit echt engen Straßen, aus denen er dann auch wieder nciht so einfach herauskam und irgendwann stieg eine Frau aus, eine Bushaltestelle war weit und breit nicht zu sehen. Das es keine Bushaltestelle gab, muss ja aber nicht heißen, dass es nicht auf der offiziellen Route lag. :-)
Als ich dann wieder an der Melaka Sentral Station (ja sie schreiben Central einfach mit S) musste ich einen kleinen "Aufpreis" zahlen und konnte dann bereits mit dem Bus um 20.00 Uhr zurück fahren. Die Langstreckenbusse sind echt komfortable muss ich sagen. Es gibt große gemütliche Sessel und man hat ausreichend Platz. Als ich dann wieder in KL war, ging ich noch zum dem Merdeka Square der sich vor dem Sultan Abdul Samad Building befindet. Es war wirklich wunderschön beleuchtet. Was mich jedoch verwunderte war, dass auf dem Rasen viele Eltern noch mit ihren Kindern spielten und kleine Propeller mit LED Lichtern in den Himmel schossen. Es war jetzt schon fast nach Mitternacht und die Kinder waren noch nicht besonders alt. Nachdem ich ihnen ein wenig zugesehen hatte, ging ich zurück zu meinem Hostel und fiel todmüde in mein Bett.


Weihnachtliche Deko

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