Da mein Flug erst um 4 Stunden nach hinten verschoben wurde und dann auch noch eine Stunde Verspätung hatte, kam ich erst um 3 Uhr morgens in meinem Hostel an und war todmüde. Als ich ein Ticket fuer den Transferbus vom Flughafen nach Kuala Lumpur kaufen wollte, erkundigte ich mich welche Währung denn alle akzeptiert werden. Alle. Uh das ist ja praktisch dachte ich mir, da ich noch keine Gelegenheit gehabt hatte, einheimische Währung abzuhaeben und nur Hongkong Dollar bei mir hatte. Also sagte ich der Verkäuferin, dass ich Hongkong Dollar habe und gern ein Ticket haette und erwarte, dass sie mir jetzt den Preis sagen wuerde, aber NEIN weit gefehlt haha. Anscheinend verlaesst man sich auf die Ehrlichkeit der Touristen, denn das Umrechnen blieb meine Sache. Ich wüsste gern, ob sie jede Summe akzeptiert hätte oder ob sie selbst auch mitgerechnet hat. Naja ich werde es nie erfahren. Am Flughafen hatte ich noch einen Backpacker getroffen, dessen Flug früh um 10 Uhr ging und der für die Nacht noch eine billige Unterkunft suchte, also haben wir uns einfach das Taxi geteilt und sind zu dem Hostel gefahren in dem ich reserviert hatte. Etwas ungewöhnlich war, dass man sich seine eigene Toilettenpapierrolle kaufen musste, aber gut ich glaube das lag daran, dass man normalerweise kein Toilettenpapier in Malaysia benutzt und das deswegen nur für die internationalen Gäste angeboten wurde. Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Ich finde es ist eine interessante Stadt. Dreckiger als die, die ich zuvor gesehen habe und es gibt auch mehr Obdachlose und trotzdem habe ich mich immer sicher gefühlt, trotzdem ich dauernd mit einem "Hi" oder "Hello" begrüßt wurde. Mein persoenlicher Favorit war "Hi, Spicegirl." :D
Ich war mir nicht ganz sicher, wie ich mich zu verhalten hatte, denn die Bevölkerung Malaysias besteht aus 3 großen ethnischen Gruppen: den Muslimen, den Chinese und den Malayen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wo die Muslime herkommen, deswegen belasse ich es einfach so. Ich denke der Kernkonflikt ist nichtsdestotrotz ersichtlich. Auffallend war, dass Frauen in öffenlichen Positionen, also zum Beispiel beim Zoll immer ein Kopftuch trugen. Ich habe später eine Freundin in Hongkong gefragt, die aus Malaysia kommt und sie meinte, dass es für die anderen Gruppen schwer ist an Regierungsjobs zu kommen.
Ich entschied mich ein schulterbedeckendes T-Shirt und ein Halstuch zu tragen, dass ich in Situationen in denen es angebracht erscheint ausbreiten und über die gesamten Arme legen kann.
Direkt vor meinem Hostel war ein Straßenstand mit Essen. :D Das musste ich natürlich ersteinmal probieren. Die frittierten Bananen waren echt lecker, zumal die Bananen auch anders schmecken als wir sie kennen, irgendwie mehliger finde ich. Und mein absoluter Liebling waren die Curry-Cookies mit Mais und noch irgendetwas anderem (auf dem Bild 2. von links)
Auf diesem Plataeu hier rechts, wurden abends immer Stühle hingestellt und es wurde laut Musik gespielt. Aus Lautsprechern, das ist deshalb verwunderlich, da ein Einheimischer es uns als Livemusik verkaufen wollte, glaube ich zumindest. Jedenfalls war es niedlich, da ich an einem Abend hier essen war, die eine Kellnerin aber nur gebrochen Englisch sprechen konnte. Sie fand es aber toll, dass ich da war und meinte dann, dass ich den nächsten Abend wieder kommen sollte. Das fand ich süß.
Die große Schiene über Straße ist übringens für die Metro, welche nicht in staatlicher Hand ist, sondern unter verschiedenen Betreibern aufgeteilt ist. Das ist manchmal etwas uncomfortabel, denn wenn man an der einen Station umsteigen möchte, muss man erst ganz raus gehen um ein neues Ticket bei dem anderen Betreiber zu kaufen und dann die andere Bahn zu nehmen. Ich nehme an, wenn man ein Monatsticket für das ganze Stadtgebiet benötigt muss man auch 3 oder 4 verschiedene kaufen (bei jedem Betreiber eine)
Nachdem ich dann bereits eine Weile unterwegs war, bekam ich Hunger und beschloss in einen der Restaurant essen zu gehen, die ein Buffet hatten. Dummerweise sprach niemand fließend Englisch, was die Sache etwas schwierig machte. Letzendlich nahm ich mir dann einen Teller und nahm etwas vom Buffet, dann wollte ich gern noch einen Brotfladen. Ich hatte bereits gesehen, wie er auf der einen heissen Platte gemacht wurde und ging also zu dem Koch und versuchte ihm mitzuteilen, dass ich gern diesen Brotfladen hätte. Naja ich bekam ein Spiegelei. Immerhin ist beides rund.
Ich gab aber mit meinem Fladen nicht auf und zufällig öffnete ein andere Kellner eine kleine Box, wo ganz viele Fladen warm gehalten wurden. Super dann konnte ich also auch darauf zeigen und hatte jetzt mein Essen zusammen. Trinken war dann einfacher, da wir festgestellt hatten, dass wir uns eh nicht verstehen hat er mir irgendwas gebracht. Und irgendwas war ultra süßer Litschisaft. Beim Essen beobachtet ich dann die anderen Gaeste und es stellte sich herraus, dass das Buffet nur fuer die Kellner ist. Man setzt sich, bestellt bei den Kellnern und die holen das dann vom "Buffet". Hatte ja auch alles so geklappt zum Glück. :-)
Ich hatte mich unter anderem fuer gelbes Curry mit Meeresfruechten entschieden und war gerade dabei den Tintenfischkopf zu halbieren, als aus dessen Spitze ein feiner Strahl gelber Currysosse mit Überschallgeschwindigkeit in meine Richtung spritzte. Ich hatte keine Chance mehr zu reagieren. Natuerlich trug ich ein weisses T-Shirt und so hatte sich der urspruengliche Plan, in dem ich das Halstuch bei angemessenen Gelegenheiten ueberwerfen wollte erledigt und ich trug es den gesamten Tag, um die gelben Fleck zu verdecken.
Mein nächstes Ziel waren die Petronastower. Also machte ich mich per pedes auf den Weg zu dem vierthoechsten Gebauede der Welt. Aber Fussgaenger haben es echt nicht so einfach in Kuala Lumpur, denn die Fussgängerampeln sind zwar da, funktionieren aber fast nie (siehe Beweisfoto) Oder es gibt nur Pseudofussgängerwege, aber darauf werde ich später eingehen.
Mein nächstes Ziel waren die Petronastower. Also machte ich mich per pedes auf den Weg zu dem vierthoechsten Gebauede der Welt. Aber Fussgaenger haben es echt nicht so einfach in Kuala Lumpur, denn die Fussgängerampeln sind zwar da, funktionieren aber fast nie (siehe Beweisfoto) Oder es gibt nur Pseudofussgängerwege, aber darauf werde ich später eingehen.
Ich kaufte eines der letzten Tickets für die letzte Auffahrt zu der Aussichtsplatttform an diesem Tag welche um 17.30 war. Leider war es aber erst 13.00 Uhr, sodass ich mich entschloss in der Zwischenzeit zu den Batu Caves zu fahren. Dies ist ein hinduistischer Tempel in einer Felsspalte, der nördlich von Kuala Lumpur liegt, mit der Metro aber gut zu erreichen ist. Neben dem Temple Cave gibt es auch eine Dark Cave, in der eine der seltesten und ältesten Spinnen dieser Welt lebt (ihre Vorfahren haben bereits zu Zeiten der Dinosaurier gelebt) In dieser Dark CAve nahm ich an einer kurzen Führung teil. Das witzige dabei war, dass als ich auf den Beginn der Führung wartete von einer Chinesin in meinem Alter angesprochen wurde, on ich an der Führung teilnehme. Denn sie würde eigentlich auch ganz gerne, hatte aber zu viel Angst und als ich ihr versicherte, dass wir das zusammen machen können rang sie sich durch und schrieb sich auch ein. Wie unterhielten uns ein wenig über unsere Studienrichtungen und da erfuhr ich, dass man in China keine freie Wahl bezüglich des Studienfaches hat. Man macht einen Einstufungstest und danach bekommt man 2 Alternativen zur Auswahl. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass die Alternativen das Fach und die Universität und somit den Ort des Studiums vorschreiben. Ein hoch auf die deutsche Entscheidungsfreiheit.
In der Höhle gab es 2 verschiedene Fledermausarten, Insektenfresser und Fruchtfresser. Die Frucht fressenden Fledermäuse kann man hören und die können auch im Gegensatz zu den Insekten fressenden sehen. Und die Reste die die Fruchtfresser fallen lassen sammeln sich dann auf dem Boden und werden von Horden von Kakaleken gefressen und die werden dann wieder von den Insektenfressenden Fledermäusen gefressen. Circle of Life :-)
| Zur Begrüßung gleich neben dem Metroausgang |
| Man beachte die vielen Treppen im Hintergrund |
| Ein Baum, der durch denTempel wächst |
Als ich mich danach auf den Weg in die Temple Cave machte musste ich einen kurzen Fotoshoot stop machen, um den mich ein paar Chinesinnen baten. (Dieses Celebrityleben werde ich unter Umständen vermissen :-) ) Auf der Rückfahr nach Kuala Lumpur saß ich in einem Wagon, der nur für Frauen bestimmt war. Ein Pärchen kam gerade noch in letzter Sekunde und realisierte nicht gleich in welchen Wagen sie gesprintet sind. Sie wurden sofort darauf aufmerksam gemacht, dass dies nur ein Frauen wagen ist und verließen ihn dann auch umgehend.
| Ein Regenschauer am Ende der Regenzeit |
| Der Blick von der Temple Cave zur Lichtung, die ebenfalls einen Tempel hatte |
| Der Ladies- only-Wagen |
Dummerweise hatte ich mich etwas verspätet und war 17.35 an dem Treffpunkt ( auf der Eintrittskarte stand dass man bereits um 17.15 das sein sollte), leider waren alle schon weg, aber ich konnte die Sicherheitsleute überzeugen, dass sie mich doch noch rauf lassen :D Nach mir kam dann noch ein anderes Pärchen und so war das ganze nicht nur für mich allein, denn es musste extra einer der Sicherheitleute erneut herunterkommen um uns abzuholen. Die Stadt war durch den Regen, der kurz zuvor gestoppt hatte, in Nebelschwaden gehüllt, die vermischt mit dem Sonnenlicht märchenhaft und majestätisch wirkten.
Als die gesamte Besuchergruppe wieder nach unten fuhr, kam ich mit einem Nürnberger, einem in Australien lebenden Polen und einer in Südafrika geborenen Engländerin ins Gespräch. Wir entschieden uns noch ein Bier trinken zu gehen und das erste was wir sahen, als wir uns an den Tresen setzten, war eine Kakalake die quer über den gesamten Tresen lief. Wir schnipsten sie zurück hinter die Bar und bestellten unser Bier :D (Man härtet ab mit der Zeit)
Als die gesamte Besuchergruppe wieder nach unten fuhr, kam ich mit einem Nürnberger, einem in Australien lebenden Polen und einer in Südafrika geborenen Engländerin ins Gespräch. Wir entschieden uns noch ein Bier trinken zu gehen und das erste was wir sahen, als wir uns an den Tresen setzten, war eine Kakalake die quer über den gesamten Tresen lief. Wir schnipsten sie zurück hinter die Bar und bestellten unser Bier :D (Man härtet ab mit der Zeit)
Danach stattet wir den Berliner Bären Ausstellung noch einen Besuch ab und suchten einen Streetfood- Stand um zu Abend zu essen. Es ist witzig wie schnell man neue Menschen kennenlernt und mit ihnen ins Gespräch kommt.
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