Freitag, 16. September 2011

4 Tage in Taipei - eine andere Stadt, ein anderes Flair, andere Eindrücke

Ein verlängertes Wochenende in Taipei liegt hinter mir und die Eindrücke waren einfach unglaublich. Wir waren eine durchmischte Gruppe von 4 Österreichern/rinnen, einem Kanadier, einem Australier, Maelys und Tiia (Finnland). Da jeder unterschiedlich Unterricht hatte, sind wir in verschiedenen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten an- und abgereist.

Allgemein lässt sich festhalten, dass Taipei vollkommen anders ist als Hongkong, was ich wirklich nicht erwartet hatte. Die Menschen sind viel hilfsbereiter und irgendwie gelassener. In Hongkong pulsiert das Leben, es ist eine Metropole, die so gut wie nie schläft. Taipei hingegen ist viel ruhiger, durch die vielen Tempel in gewisser Weise spiritueller. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, aber das Flair der beiden Städte ist wirklich komplett verschieden. Und die Menschen sind ungluablich hilfsbereit, das ist uns schon am Flughafen aufgefallen, als wir gerade etwas ratlos in der Gegend herum standen, um zu überlegen, wie wir am Besten in die Stadt kommen.Wir wurden gleich angesprochen, ob man uns helfen könne, das wir doch den Bus nehmen sollten, weil wir bei der Zugverbindung umsteigen müssten und der Weg zur Busstation wurde uns auch gleich gewiesen. Tiia, die einen Tag später kam hatte die gleiche Erfahrung am Flughafen gemacht. Nachdem wir dann am Hauptbahnhof in der Stadtmitte angekommen waren, hatten wir Probleme unser Hostel zu finden. Denn die Straße war weder auf der Karte des Reiseführers, noch auf der Karte, die wir am Flughafen mitgenommen hatten zu finden. Die Taxifahrer konnten auch nichts mit der englischen Adresse, die wir uns aufgeschrieben hatten anfangen. (Später hatten wir die chinesische Bezeichnung auf einer Business Card, aber die Fahrer wussten trotzdem nie ganz genau, wo sie hinfahren sollten. Deswegen mussten wir uns nach jeder Taxifahrt immer wieder neu orientieren, wo wir  ausgestiegen waren und wo unser Hostel war.) Die Straße war einfach so klein, dass sie auf der Karte nicht zu finden war, also hatten wir versucht den Taxifahrer auf der Karte zu zeigen, wo er uns in etwa hinfahren sollte. Nachdem wir ein bisschen hin- und her gelaufen sind, haben wir es gefunden,ein wenig abenteurlich war das schon. :-)
Und dann ersteinmal ein kurzer Schock. Wir dachten dies wäre unser Hostel:
:-)

Als wir gerade dabei waren in dem Gebäude die Rezeption zu suchen, kam Cindy die Betreiberin des Hosetls bereits aus dem Nebengebäude und klärte uns auf. Sie war auch wieder so unglaublich nett, wir hatten in 3 verschiedenen Gruppen gebucht und ursprünglich 3 verschiedene Zimmer gehabt, sie hat uns aber gleich angeboten, dass wir auch ein 12- Personen Zimmer haben könnten,aber uns nur 9 Personen berechnet. Dann wurden wir auch gleich gefragt ob wir gern Musik hören möchten, sie hätte Computerlautsprecher. Das Angebot haben wir natürlich gerne angenommen.

Das Zebra Hostel mit Inhaberin Cindy
 Jetzt muss ich ein wenig ausholen... Judith (Österreicherin) kannte aus Österreich einen Taiwanesen, mit dem sie während eines Grillabends in Kontakt kam. Diesem Mann hat sie kurz vor unserer Abreise geschrieben, dass wir nach Taipei reisen und gefragt,ob man sich kurz treffen könnte. Er antwortete, dass er selbst leider nicht im Land sei, aber für uns etwas organisieren werde. (Etwas ist gut, aber dazu später mehr) Jedenfalls hatte er auch schon im Hostel angerufen und gefragt, ob wir schon da wären. Also war unsere erste Aktion den guten Mann zurückzurufen. Es stellte sich heraus, dass er für uns (ich möchte noch einmal betonen wir waren eine Gruppe von 9 Personen) eine Stadtrundfahrt organisiert hat, für die wir nichts bezahlen mussten, dann den Sohn eines Freundes gebeten hat uns durch die Stadt zu führen und uns mitteilte, dass eine gewisse Mrs. Cheng mit uns Abendbrot essen wird. Zum Anfang, war das relativ nervig, weil es bedeutete, dass fast jede halbe Stunde das Telefon klingelte und wir gefragt wurden ob es uns gut geht und wann wir uns dann genau treffen wollen. Als Europäerin würde ich sage, sie neigen ein wenig zur Übertreibung, aber es war eine einmalige Erfahrung.

Nachdem wir uns kurz aklimatisiert hatten, fragten wir Cindy nach einer Restaurantempfehlung und brachen zu einer kleinen Erkundungstour in die Stadt auf. Sogleich wurde uns ein weiterer Unterschied zu Hongkong bewusst - in Taipei gibt es unheimlich viele Scooter, die man in Hongkong überhaupt nicht sieht. Und die Taiwanesen laden auch wirklich alles auf diese Motorroller. Es gibt zum Beispiel auch viel mehr Hunde in Taipei als in Hongkong und die fahren auch egal wie groß auf den Rollern mit.

Ein voll beladenes Vehikel
Eine große Auswahl von Rollerhelmen :-)


Das Restaurant hatte keine englische Karte, also konnten wir nur das bestellen, was uns Cindy empfohlen hatte, ich glaube es war Honigente mit Reis. Das witzige war aber, dass die Kassiererin nach etwa 10 Minuten auf dem Computer in dem Restaurant anfing Farmville zu spielen und die Lautsprecher auf volle Lautstärke gedreht waren. Vieleicht war es auch ein anders Spiel, aber das war ein wenig befremdlich, die anderen Gäste haben sich jedoch nicht weiter daran gestört.

Wir besichtigten den Longshan Temple,es ist ein budhistischer, taoistischer Temple für mehrere Gottheiten.
"Nach einem Erdbebens im Jahre 1815 und einem Taifun von 1867 wurden Reparaturen durchgeführt. Um die Reparatur eines Termitenschadens zu ermöglichen, gab 1919 ein buddhistischer Mönch seine ganzen Ersparnisse, so dass der Tempel restauriert werden konnte. So blieb der Tempel bis heute erhalten. 1945 wurde seine Haupthalle zerstört, die Statue Kuan Yins wurde jedoch nicht beschädigt." (Wikipedia)





Ich liebe das Flair in den Tempeln, wenn es dunkel ist, glimmen sie durch das viele Gold in einem wundervollen Licht und überall ist der Geruch von Weihrauch. Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen, viel stärker mit der Religion leben, in dem Sinne das der Tempelbesuch stärker in das Altagsleben eingebettet ist. Beispielsweise habe ich viele mit Einkaufstüten gesehen, was ich so gedeutet hätte, dass sie nach dem Einkaufen kurz den Göttern preisen und danken, um dann nach Hause zurückzukehren. Auch hier wieder ein Beispiel der Nettigkeit der Menschen in Taiwan. Wir beobachteten einen Einheimischen, der kontinuierlich 2 Steine auf den Boden fallen ließ und wunderten uns, was dies bedeuten könnte. Kurz danach sprach uns ein Mann von sich aus an und fragte ob wir wissen wollten was hinter diesem Ritual steckt. Daraufhin erklärt er uns, dass es die 2 Mondsteine sind. Jeder hat eine glatte und eine gewölbte Seite und man kann mit Hilfe dieser Steine die Götter um Rat fragen. Man stellt der Gottheit also eine Frage und lässt dann die Steine 3 mal zu Boden fallen. Je nachdem wie sie fallen bedeutet es ja, nein oder es gibt keine genaue Aussage. Diese Praktik wird auch von Geschäftsleuten genutzt und wenn sich keine klare Aussage ablesen lässt, werden sie höchstwahrscheinlich, dieses Geschäft nicht durchführen oder den Vertrag nicht unterzeichnen.
Den Göttern werden ganz unterschiedliche Opfergaben gebracht, das Meiste ist Obst, aber wir haben auch eingepackte Fertignudelsuppen gesehen oder Michael hat erzählt, dass er in einem anderen Tempel eine Frau mit einem halben gegrillten Schwein herum laufen sah.

Anschließend sind wir auf den Night Market, den ich viel angenehmer als in Hongkong fand, weil es nicht nur unzählige Stände mit Klamotten, Elektronik und Taschen gab, sondern auch viele Ess-Stände. Ich wollte gern getrockneten  Fisch, der dann frisch gegrillt wird, probieren. Irgendwie war ich aber an diesen Abend viel zu satt. Leider haben wir es nicht mehr geschafft zu diesem Night Market zurückzukehren.



Den nächsten Tag haben wir uns den Jademarkt und den Flowermarkt angesehen. Dort trafen wir uns auch mit Andy dem Sohn des Freundes des Taiwanesen, den Judith aus Österreich kannte :D (kompliziert ich weiß)
Der Flower Markt

Er ging mit uns auf den Shilin Night Market, dort gab es vor allem Kleidung zu kaufen. Der Beginn war jedoch ein wenig wie ein Rummel mit Schieß- und Essensständen. Andy bestellte für uns Abendbrot - Shrimps- Oyester-Omlett und Tofu. Das war echt super mega lecker. Auch hier mussten wir wieder nichts bezahlen, weil Andy Geld von seinem Vater bekommen hatte, um uns die Stadt zu zeigen. Einfach amazing - ich kann es wirklich nur immer wieder sagen. Nachdem jeder dann ein wenig shoppen war, trafen wir uns wieder, um eine Eisspezialität zu probieren. Das Eis wird in Blöcken auf eine Drehmaschine geschraubt und dann werden ganz dünne Schichten abgeschliffen. Es gab 3 verschiedene Geschmacksrichtungen: Erdnuss, Moscha (japanischer grüner Tee) und geschmacklos. Bei dem geschmacklosen Eis, werden dann Früchte oder Schokolade als Topping serviert oder auch rohes Ei, das habe ich aber nicht probiert. Ich hatte mich für Moscha Eis mit roten Bohnen entschieden. Rote Bohnen (ich bin mir nicht ganz sicher ob es Kidney- Bohnen waren) werden hier süß und warm als Dessert gegessen. Den Abschluss dieses Abends bildete eine Riesenradfahrt und wir konnten Taipei bei Nacht von oben betrachten. Es war wirklich schön, aber leider besitzt Taipei keine schöne oder eindrucksvolle Skyline, die Stadt ist eher weit und niedrig und dann ragt aus dem Nichts der Taipei 101 in die Höhe.
copyright Judith, Tofu auf dem Shilin Night Market

copyright Judith, Auf ins Getümmel :-)
copyright Judith, Die Essensabteilung im Night Market
 
copyright Judith, Hauchdünn geschliffenes Erdnusseis


Der nächste Tag bestand aus einer halbtägigen Citytour.

Präsidentenpalast

Die Chiang Kai-shek-Gedächtnisstätte


Links ist das Opernhaus und rechts der Konzertsaal (vielleicht auch andersherum). Der Blick ist von der Chiang Kai-shek Gedächtnisstätte

Changing of the Guards (Dauer der Zeremonie: 15-20 Minuten)
Nach dieser Tour trafen wir uns mit Mrs. Cheng zum Dinner. Es war der Abend vor dem Moon-Festival und wir aßen typisch chinesich/taiwanesich. Frau Cheng sprach immer von chinesisch, aber ich hatte mich nie getraut zu fragen, wie sie zu der Situation Taiwans stehe. Auf alle Fälle mochte sie keine Hongkonger :-). Sie empfahl uns aufzupassen, weil Hongkonger wirklich alles essen. Das Dinner war so unglaublich gut, es gab bestimmt 15 verschiedene Gänge, die alle auf eine drehbare Scheibe in der Mitte des Tisches gestellt wurden und sich dann jeder etwas nehmen konnte. Der Hauptgang war Pekingente, von der erst die knusprig gebratene Haut in Soße getaucht und dann mit etwas grass-ähnlichem in einen kleinen Crep gewickelt wurde. Einfach nur köstlich. Auch für dieses Essen mussten wir wieder nichts bezahlen, langsam wurde es echt unangenehm, weil wir  nicht wussten, wie wir unsere Dankbarkeit ausdrücken könnten. Als Dessert gab es dann noch den traditionellen Moon Cake, der anlässlich dieses Festes sowohl in Hongkong, Taiwan und China gegessen wird. Der chinesische ist jedoch etwas leichter als der Hongkonger, der wirklich sehr schwer und füllend ist. Die traditionelle Geschmacksrichtung sind rote Bohnen mit einem Entenei in der Mitte, das den Mond symbolisieren soll. (Meine Zimmernachbarin hat für Yunji(my roomate) und mich auch einen Moon cake aufgehoben, voll lieb :-) )

copyright Judith, glorious dinner
Nachdem wir alle soviel gegessen hatten,wollten wir Mädels gern zum Karaoke gehen, die Männer waren von der Idee jedoch nicht sehr begeistert, wir konnten sie jedoch überzeugen. Und es hat niemand bereut :-) Erst wollten wir nur 1 Stunde bleiben, am Ende gingen wir jedoch 3 Stunden später wieder aus dem Gebäude, das auch gut ein Hotel hätte sein können. Es gab ca. 15 Stockwerke und jede Gruppe bekam ihren privaten Raum. Das hat wirklich so viel Spaß gemacht. :-)

 Am Montag  fuhren wir abends nach Tamsui . Man konnte mit der Metro bis zur Endstation fahren und dann zu einer Fishermans Wharf  fahren/laufen. Da die Schlange für die Fähre uns unendlich lang erschien, entschieden wir uns für den Fußmarsch, zumal wir ohnehin ein auf dem Weg liegendes Fort besichtigen wollten. Das Fort diente dem ehmaligen britischen Councellor als Wohn- und Arbeitsstätte. Der Councellor hatte die Aufgabe die britischen Geschäftsleute in einem fremden Land zu vertreten und sich für ihre Rechte einzusetzen. Interessanterweise wurden die Urteile, in denen britischen Geschäftsmenschen involviert waren, früher nicht an Hand des lokalen Rechts, sondern auf Grund eines speziellen Councellor Rechts gesprochen. Auf dem Gelände befindet sich auch die erste englische Universität Taiwans sowie ein College.
Das Moon Festival (so heißt es in Taiwan und in Hongkong Mid-Autumn Fetival) ist ein Familienfeiertag, an dem man sich abends zusammensetzt, beobachtet wie die Sonne untergeht und anschließend den Mondschein genießt und genau dafür waren wir auch nach Tamsui gefahren :-) Wir waren ein klein wenig zu spät und konnten, nachdem wir an der Fisherman's Wharf angekommen waren gerade noch die letzten Sonnenstrahlen sehen. Aber die Atmosphäre dort war wirklich unglaublich schön, weil es entlang der Promenade viele verschiedene Restaurants gab, in denen Livemusik gespielt wurde. Auch die Beleuchtung trug zu einer stilvollen Atmospähre bei. Später am Abend konnten wir dann vereinzelt verschiedene kleinere Feuerwerke bewundern.

Tamsui Oxford University College

copyright Judith, Sonnenuntergang kurz vor dem Erreichen der Fisherman's Wharf
  
copyright Judith, Fisherman's Wharf bei Nacht
Am letzten Tag besichtigten wir dann den Taipei 101, der bis 2007 der höchste Wolkenkratzer der Welt war. Es gibt dort aber immer noch einige Weltrekorde, wie zum Beispiel den schnellsten Fahrstuhl der Welt, der uns mit einer Geschwindikeit von 60km/h in den 89 Stock zur Aussichtsplattform befördert hat. Während der Fahrt wurde das Licht im Fahrstuhl gedimmt und ein Sternenhimmel an der Decke mit kleinen LED- Leuchten nachempfunden. Weiterhin gibt es den höchsten Briefkasten der Welt, das größte Tilgerpendel (eine 660 Tonnen schwere Kugel, die die Windbewegung ausgleichen soll) und den höchsten Coral gemstone der Welt. Denn in dem immernoch höchsten Bürogebäude der Welt, gibt es nicht nur eine Besucherterasse und Restaurants wie man das sonst von hohen Gebäuden kennt, sondern auch eine Schmuckaustellung, sowie einen großen Verkaufsraum für Korallen-Schmuck. Dort wurde darauf hingewiesen, dass es einen Unterschied zwischen gemstone(diese stehen nicht unter Naturschutz) und Korallen gibt(stehen unter Naturschutz). Im Deutschen gibt es aber dafür anscheinend keine passende Übersetzung.

Der Taipei 101 
Der höchste Briefkasten der Welt


Montag, 5. September 2011

Endlich Dim Sum :-)

Mein Pate hat mich zum Dim Sum essen eingeladen. Jipi! Simone hat davon schon ganz oft geschwärmt und da es ganz typisch für Hongkong ist, wollte ich es unbedingt auch ausprobieren. Ich habe noch Wendy und Kyle(USA) und Maelys(Frankreich) gefragt, ob sie auch mitkommen wollen und so sind wir zu viert aufgebrochen in Richtung Nordwesten. Wing Hang hat uns dann an der Metrostation abgeholt und auch er hatte 2 Freunde, die ich bereits von dem Bootstrip kannte, mitgebracht. Wir gingen in ein Einkaufszentrum in dem im oberen Geschoss ein sehr großer Speisesaal war. Offensichtlich hatte am Abend zuvor ein Paar dort geheiratet, denn die beiden Namen hingen noch an der Wand. Es gab viele ganz unterschiedliche Kleinigkeiten. Wie zum Beispeil gefüllte Teigtaschen, die Hefeklößen sehr ähneln, aber eine Fleischfüllung besitzen. Gemüse mit chinesischem Käse, der sehr kräftig und ungewohnt schmeckt, Fleischklöße warme süße Teigklößchen und......Hühnerfüße (auf dem ersten Bild in der Dampfschale, die links hinten steht). Bei den Hühnerfüßen musste ich mich schon etwas überwinden. Man nimmt sie ganz in den Mund, zieht dann das Fleisch ab und spuckt die Knochen anschließend wieder auf den Teller. Prinzipiell ist nicht wirklich Fleisch dabei, sondern vor allem Haut, die eher weich ist, aber wirklich sehr lecker und leicht süßlich mariniert war.



Zum Dim Sum wird in Hongkong Tee getrunken, es gab 2 Teekannen (1x grüner Tee, 1x roter Tee) die man immer wieder mit neuem heißen Wasser auffüllen konnte und dann wird der Tee aus ganz kleinen Bechern getrunken.


Anschließend ging es auf den Fischmarkt. An diesem Tag habe ich meinem Magen ganz schön viel zu gemutet. Erst die Hühnerfüße, dann war ich unglaublich voll gefuttert von den ganzen anderen Leckerein und dann auch noch Fischmarkt. Ja man kann es sich mal ansehen. Meiner Meinung nach kann man nicht behaupten, dass der Fisch frisch ist, selbst wenn er gerade erst geschlachtet wird, aber sie sehen bereits in ihren Styroporbecken schon ziemlich tot aus.



 Am 13.September ist hier das Mid-Autumn Festival. Dann gibt es Mooncake zu essen und für die Kinder gibt es Laternen. Diese kann man dann in diesem Laden erwerben. :-) Ihr seht, die Auswahl ist riesig.

Sonntag, 4. September 2011

Citytour

Für uns Austauschstudenten wurde von der Universität aus eine Citytour mit 3 Stationen (Beach, Stanley Markets and Viktoria Peak) organisiert.
Hongkongs Umgebung ist einfach wunderschön. Als erstes hielten wir an einem kleinen Strand (In diesem Zusammenhang meinte der Guide halt, dass wir vorsichtig sein sollen wegen der Haie, wenn wir schwimmen gehen.) Am Ende dieses Strandes war eine kleine Buddha Statue. Ich persönlich fand diesen Ort schöner, als den großen berühmten Buddha. Klar ist der Große riesig, aber das war es dann auch schon und es war dort ziemlich alles auf Touristen ausgelegt. Dieser Buddha hier hatte ein schönes Flair mit seiner Farbenpracht und der Lage direkt am Wasser. Wir haben uns etwas lang an diesem Ort aufgehalten, sodass wir uns beeilen mussten, wieder rechtzeitig zum Bus zurückzukehren. Wir waren die letzten, aber kurz vor uns kam noch eine andere 3er Gruppe an.




Die zweite Station waren die Stanley Markets. Dies ist eine Ansammlung von kleinen Ständen an der Südspitze von Hongkong- Islands, die jedoch auch wieder sehr auf den Tourismus ausgelegt waren. Es gab total überteuerte Restaurants, leider hatten wir alle wirklich sehr großen Hunger. Ich hatte noch kein Frühstück, da ich diese Citytour total vergessen hatte und mich Maelys 30 min vor Abfahrt errinnerte. Wir sind dann ein wenig die Märkte entlang geschlendert und haben in einer Seitengasse ein wirkllich nettes Restaurant gefunden, das faire Preise hatte und vor allem BROT! :-) Ich mag das asiatische Essen wirklich sehr gerne, aber über das Brot habe ich mich gefreut, weil selbst wenn es hier relative viele Bäckerein gibt, produzieren diese vor allem süßes Brot und meistens gibt es matschige Milchbrötchen zu kaufen. Also hatte ich da ein unglaublich gutes Baguette mit Schrimpsfleisch . Aber der Hammer kam erst noch, das Dessert war unglaublich :-) Warmer Schokokuchen mit Vanilleeis. Einfach lecker und so kamen wir schon wieder zu spät zum Bus, diesmal  haben aber alle auf uns gewartet. Ja das war uns dann auch sehr peinlich.

Die letzte Station war Victoria Peak. Ich zitiere hierzu einfach mal Wikipedia: "

Der Victoria Peak mit 552 Metern Höhe ist der bekannteste Berg Hongkongs. Auf Hong Kong Island gelegen, ist er zugleich die höchste Erhebung dieser Insel, wird jedoch vom 958 Meter hohen, in den New Territories gelegenen Tai Mo Shan deutlich überragt.
Sein chinesischer Name Tai Ping Shan bedeutet „Berg des großen Friedens“. Man hat, insbesondere am frühen Abend, einen unbeschreiblichen Blick auf ganz Kowloon und große Teile Hong Kong Islands.
Der Aussichtsturm Victoria Tower auf 379 Metern Höhe, auch The Peak Tower genannt, ist mit der Peak Tram, einer 1888 eröffneten Schweizer Standseilbahn, zu erreichen.
Als im 19. Jahrhundert die Malaria in Hong Kong grassierte, war der Victoria Peak bevorzugtes Wohngebiet der Kolonialherren. Heute erreichen die Grundstückspreise am Peak astronomische Werte; je weiter man nach oben kommt, desto höher werden sie, so dass sich dort die reichsten Bewohner Hong Kongs angesiedelt haben. "


Es ist hier in Hongkong immer sehr diesig, deswegen hat man leider keinen schönen weite Ausblicke, aber man bekommt einen Eindruck davon wie unglaublich riesig diese Stadt ist. Dieses Mal war ich übrigens rechtzeitig am Bus, aber der Busfahrer kam später, sodass wir alle wieder warten mussten :P

Und zum Schluss noch ein paar Eindrücke von HKG bei Nacht.



Donnerstag, 1. September 2011

Einkaufen

Man kann in Hongkong verdammt gut einkaufen. :-) Und damit meine ich nicht die Touristenmärkte auf denen man einen total überteuerten Preis zahlt, sondern die kleinen Läden in den Seitengassen.
Ich habe mir jetzt auch einen Reiskocher gekauft, um mir manchmal Essen selbst zuzubereiten. Denn obwohl die meisten Restaurant alle wirklich sehr lecker sind, brauche ich jetzt auch mal wieder etwas Einfaches und Fleischloses. :-) Ich habe sogar einen Bioladen gefunden, in dem ich mir ein bisschen Gemüse gekauft habe. Es heißt Tsoi Sum oder auf English Rapunzel aber ich kannte es nicht aus Deutschland. Hier gibt es dieses Gemüse jedoch fast überall.
Ein Bio-Laden :-)
Aber zurück zum Reiskocher-Kauf. Das ist eigentlich viel einfacher, als man es sich zum Anfang vorstellt. Man sucht sich einfach ein Geschäft, in dem im Schaufenster Haushaltsgeräte sind, geht rein und guckt sich die ganzen ausgestellten Reiskocher an und wenn man sich entschieden hat, nimmt man das Ausstellungstück geht zu dem Verkäufer und fuchtelt ein bisschen damit herum. Dann wird einem gleich freundlich geholfen, der verpackte Reiskocher herausgesucht und dann muss der Käufer die Ware prüfen. Das bedeutet, dass der Reiskocher ausgepackt wird und man als Käufer mit einem Nicken bestätigen muss, dass auch wirklich alles da ist. Dieses Verhalten ist mir bei dem Reiskocher-Kauf gar nicht so bewusst aufgefallen, aber kurz darauf habe ich mir noch eine Handtasche gekauft (wie gesagt man kann gut einkaufen) und da musste ich auch überprüfen, ob alles in Ordnung ist.
Wenn man ganz normal shoppen geht ist das auch anders. :-) Zum einen kann man nur Hosen anprobieren, alles andere kauft man auf gut Glück. Es gibt aber eh nur eine Größe, man könnte also eh nichts anderes kaufen, wenn einem das Teil an sich gefällt es aber nicht richtig passt. Dann habe ich mich die ganze Zeit gewundert, warum die Verkäuferin immer ankommt und fragt, ob sie mir neue Teile holen soll. Das habe ich echt nicht verstanden und meinte immer nur, ich schaue noch. Als es dann aber an das Bezahlen ging, wurde mir das System endlich klar. Man kauft nicht die Ausstellungsstücke, wie bei uns, sondern die Verkäuferinnen geben die Nummern durch und man bekommmt ein eingepacktes Kleidungsstück! Dieses packt man dann aus und beäugt es kritisch, ob irgendwelche Fehler daran sind. Ich muss sagen, das war echt gar nicht so einfach darauf zu kommen. :-)
Ansonsten gibt es wie bei uns auch Supermärkte und die aus England bekannten SevenEleven, aber auch eher tradtinionelle Einkaufshallen. Dort habe ich zum Beispiel Hühnerfüße gesehen (genau genommen, waren sie viel größer, aber ich könnte sie keinem Vogel zuordnen), die es in allen Variationen gab: gefroren, fritiert, normal. Dann gab es noch etwas, dass meiner Meinung nach wie Hoden aussah und viele andere Dinge, die ich nicht identifizieren konnte oder einfach nicht kannte, weil wir nichts Vergleichbares haben.
Ich habe mir jetzt Lernkarten für Kleinkinder gekauft und versuche mit einem Austauschstudenten aus Australien, der jedoch in Hongkong geboren wurde, Kantonesisch zu lernen. Im Gegenzug bringe ich ihm ein bisschen Deutsch bei, denn da er so etwas wie Maschienenbau studiert, würde er wirklich gerne einmal in Deutschland einen Austausch machen, weil wir Deutschen in dem Bereich so gut sind. :D Ich finde das ist ein ganz guter Deal. Das Schwierigste ist glaube ich wirklich das Ohr auf die verschiedenen Töne zu schulen. Denn Mandarin hat 4 verschiedene Töne, Kantonesisch 9 und die unterscheiden sich auch noch von denen in Mandarin. Aber Tom meinte ich würde auch mit 6 Tönen über die Runden kommen, naja ist ja nicht so dass das nicht schon schwer genug wäre. :-)

Dienstag, 30. August 2011

Kleinere Kuriositäten

Ich dachte mir, ich könnte die kleineren Kuriositäten, die mir bis jetzt aufgefallen sind einmal kurz zusammenfassen.
Als erstes sind hierbei die Fahrstühle zu nennen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was man denn bei Fahrstühlen groß anders machen kann. Jia...! In Hongkong fahren nicht alle Fahrstühle in jedes Stockwerk! Also bei uns in dem Studentenwohnheim, gibt es 3 Fahrstühle, der Mittlere fährt in alle Stockwerke, der Linke nur in die Ungeraden und der Rechte nur in die geraden Stockwerke. Oder in der Uni gibt es beispielsweise einen Fahrstuhl der fährt nur bis in den 16. Stock. Wir mussten aber in den 18. Ok, also sind wir wieder aus dem Fahrstuhl heraus, haben rechts und links geguckt, wohin die anderen fuhren. Aber selbst die anderen Fahrstühle gingen nur bis zum 16. Verwirrend oder? Nachdem wir einen Local gefragt haben, hat er uns um die Ecke geführt und da waren dann die Fahrstühle die vom 16-20. Stockwerke gingen. Dabei möchte ich hervorheben, dass sie nicht im 10. oder so halten würden. Dieses System ist im ersten Moment verwirrend, aber in Endeffekt sehr hilfreich, da man Zeit aufgrund der ausgelasssenen Stockwerke spart.
Interessant ist ebenfalls, dass die lokalen Studenten in unserem Wohnheim seid 4 Tagen die Erstsemestler begrüßen. Das bedeutet, dass jeden Abend in jedem 2. Stockwerk Spiele stattfinden, eine Gruppe von 40 Studenten chinesische Chorgesänge grölen und am Ende des Abends einige ihre Matratzen aus den Zimmern holen und alle gemeinsam auf dem Boden im Gemeinschaftsraum schlafen. Wir Exchanges Students haben damit nicht allzu viel zu tun, jedoch muss ich immer durch den besagten Gemeinschaftsraum laufen, um in mein Zimmer zu kommen.
Ein weiteres schönes Beispiel der schnellen Integration der Neulinge konnte ich erleben, als ich in der Uni- Bank (das ist in etwa so als gäbe es eine Sparkassenfiliale neben der Bibliothek, aber auf dem Uni Gelände) meine Hall- Fee bezahlte. Draußen vor der Bank standen etwa 15 Chinesen in einem Kreis zusammen. Als erstes rief jemand seinen eigenen Namen und dann wiederholten ihn alle, so ging es dann reiheum weiter und es wurde rhytmisch geklatscht. Ich glaube zumindest dass es die Namen waren, es kann natürlich auch alles andere gewesen sein :D Das Kuriose ist die Ausdauer, denn die Gruppe stand bereits da als ich kam, hat dann die weiteren 20 Minuten, die ich in der Bank war ihr Programm durchgezogen und auch als ich ging konnte ich sie noch hören. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie viel Zeit sie dort insgesamt verbracht haben.
Was haben wir noch? Lasst es mich das Fotografier-Muster nennen. Damit meine ich, dass man eigentlich überall relativ ungestört die Sehenswürdigkeiten besichtigen kann. Aber nachdem man von einem Chinesen gebeten wird, ob er nicht ein Foto mit mir machen könnte, (Ja genau, ich soll mit auf das Foto und nicht das Foto machen) kommen mindestens 5 weitere um das Gleiche zu fragen. Da nicht nur ich sondern auch andere Austauschstudenten diese Erfahrung gemacht habe, denke ich, ist es durchaus erwähnenswert.

Heute habe ich mich, als ich das Rückgeld erhalten habe auf Kantonesisch bedankt und die Verkäuferin hat sich riesig gefreut. :) Die Uni fängt am 1. Septmeber an und ich hoffe, dass bis dahin alles mit unseren Kursen geregelt ist, da es da noch ein paar Probleme gibt. Der Kantonesischkurs wird bestimtm sehr spannend ;-)

Samstag, 27. August 2011

Der Bootstrip

Gestern habe ich mit meinem Paten und 20 weiteren Hongkongern, 2 Engländerinnen und einer Japanerin einen Bootstrip unternommen. Forever (mein Pate) meinte, dass dies eine sehr typische Wochenendbeschäftigung für Hongkonger sei. Ich bin also um 7.20 aufgestanden, um gegen 8.00 Uhr mit dem Taxi irgendwo hin zu fahren. Eigentlich wollte Maelys, eine Französin, die ich auf dem Flughafen kennengelernt habe und die auch an der PolyU studiert, mitkommen, aber dann war es ihr doch zu zeitig. Forever hatte meiner Mitbewohnerin eine Notiz gegeben auf der der Ort stand zu dem mich der Taxifahrer bringen sollte. Nach einer 20 minütigen Fahrt stellte sich heraus, dass es ein Bahnhof war. :-)

Die Notiz für den Taxifahrer

Während ich auf Forever wartete, kaufte ich mir eine Octopus Card. Das ist sozusagen eine Prepaid Karte für die U-Bahn mit der ich aber auch in der Kantine mein Essen bezahlen kann. Also fast eine Multifunktionskarte. :-)
Forever holte mich ab und wir fuhren mit 5 seiner Freunde quer durch die Stadt, zu einem Hafen. Also es war mehr so ein Küstenstreifen mit Anlegestelle an dem aber vor allem Hongkonger zu sehen waren. Ich hatte ja keinen Plan von nix und habe mich nur unglaublich gewundert, warum wir für 5 Leute ca. 35 Liter Getränke mitnehmen. Irgendwann traf dann die gesamte Gruppe ein und es stellte sich heraus, dass wir ein relativ großes Boot gemietet hatten, das uns zu einem von vielen kleinen Stränden fuhr. Dort angekommen kann man schon verstehen, dass alle Hongkonger gerne Bootstouren machen. Zum einen waren bereits an die 10 Schiffe in der Bay (und das war ja nur der eine Strand, das gleiche gibt es nochmal an unzählig anderen Stränden) und zum anderen war es auch einfach großartig. 
Wir sind dann vom Boot zum Strand geschwommen und haben da verschiedene Spiele gespielt. Wenn man ein Spiel verloren  hat, gab es immer eine Strafe, die darin bestand, dass man sich mit dem Rücken zur anderen Mannschaft drehen musste und mit dem Ball abgeschossen wurde.
Alles in allem sind alle einfach nur unglaubliche nett und aufgeschlossen und es werden ständig Fotos gemacht. Bis auf das Essen von Knorpeln ist mir auch noch nichts Unbekanntes bezüglich des Verhaltens oder des Umgangs aufgefallen. Ich werde auch oft gefragt, warum ich mich für Hongkong entschieden habe und wenn ich denn sage, dass China für mich ein zu großer Kulturschock gewesen wäre, versteht dass jeder. Die Hongkonger sind glaube ich nicht so sehr happy, dass sie jetzt wieder zu China gehören.
Als wir vom Strand zum Boot zurückkehrten, hatte der Bootsführer für uns Essen gekocht. Wirklich lecker kann ich nur sagen. (Es gab sogar Würstchen. Hätte ich nicht unbedingt in Asien erwartet. Wobei man sich natürlich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, das Hongkong sehr viel mit GB gemein hat und es waren diese Würstchen, die man auch aus England kennt.)

Der Strand

Danach wurden 300 HKG Dollar verlost, was in etwa 30€ entspricht. Irgendjemand hatte sich beim Bootspreis verrechnet und deswegen waren diese 300HKD über. Jedenfalls musste der, der das "Glückslos" gezogen hat, noch eine Aufgabe bewältigen bevor er das Geld bekommt und zwar eine Dose Bier zu exen. (Mädels hätten sogar 2 mal absetzten dürfen) Der erste hat es nicht geschafft und deswegen wurde die ganze Prozedur wiederholt. Es ist für uns vielleicht etwas unverständlich, zumal es auch nur eine kleine 333ml Dose war. Aber der 2. hat es dann geschafft und nahm unter Applaus seine 300 HKD entgegen.
Nachdem das geklärt war, konnten wir uns aussuchen, ob wir Bananenboot fahren wollten oder Wakeboarden. Da ich mich für das Wakeboarden entschieden hatten und die Bananenfahrer aber zuerst an der Reihe waren, nutzte ich die Zeit für ein kleines Nickerchen im Schatten. Ich hatte mich am Strand übrigens unglaublich stark verbrannt und versuchte jetzt jeden Sonnenkontakt zu vermeiden.
Jeder der schon mal gewakeboarded ist, kann sich mit Sicherheit denken, dass ich es nicht geschafft habe aufzustehen, aber es war trotzdem ziemlich cool. Forever meinte, dass es zusätzlich auch noch einmal schwieriger ist als auf einem See, da hier die Wellen des Meeres hinzukamen. Auch wenn es nur leichte waren.


Als ich dann gegen 19.00 Uhr wieder in meinem Zimmer war, war ich so was von todes tod, dass ich es kaum mehr geschafft habe eine kurze Email zu schreiben. Aber es war ein großartiger Tag, von dem ich zwar jetzt ein krebsrotes Gesicht, aber auch unendlich viele tolle Eindrücke habe.

Donnerstag, 25. August 2011

Erster Tag in Hongkong

Endlich bin ich in HKG angekommen!!!!
Die Polytech University hat glücklicherweise ein Patenprogramm, denn mein Pate hat mich bereits am Flughafen abgeholt und uns (ich habe während des Fluges eine Französin und beim immigrieren 2 weitere Französinnen kenngelernt, die ebenfalls ein Austauschsemester machen) zu der Student Hall of Residence begleitet.
Ich war sehr beieindruckt von den ganzen Leuchtreklamen und einer Luxusstraße an der sich ein Juwelier an den nächsten reiht. Ich glaube alleine hätte ich nie den Weg bis zur Rezeption gefunden, denn obwohl wir mit asureichend Kartenmaterial versorgt wurden ist alles sehr unübersichtlich und vor allem mehrstöckig. Ich habe das System noch nicht ganz durschaut. Was ich witzig finde, ist dass wirklich noch sehr viel an UK angelehnt ist z.B. der Linksverkehr, das U-Bahn System mit den typischen Durchlassschleusen oder der Tee mit Milch, der hier sehr verbreitet sein soll.
Meine Zimmernachbarin ist eine Koreanerin, die in New York studiert und jetzt einen Austausch in HKG macht. Ich hatte jedoch noch nicht genug Zeit sie näher kennenzulernen, da wir nur kurz unsere Sachen verstaut haben und dann mit meinem Paten und einer de drei Französinnen essen gegangen sind.
Ich war wegen der Hitze und der langen Reise ziemlich durstig und daraufhin hat uns mein Pate (er heißt übringes IP Wang Hing, oder für uns Forever (ich nehme an er hat die Bedeutung seines Namens einfach übersetzt)) ein typisches Hongkonger Getränke empfohlen. Also irgendwie Milch und Tee glaube ich aber kalt und es hatte kleine Bällchen (Pearth) kam aber noch nicht dazu es nachzuschlagen. Auf alle Fälle, ultra lecker.
Dann sind wir in einem einheimischen Imbiss essen gegangen und jeder hat als erstes einen Becher mit Wasser bekommen. Naja was nun folgt ist man könnte was sagen aus Komedie- Filmen bekannt. Ich habe mich schon gewundert, warum das Wasser warm ist, weil die Außentemperatur ist schon echt heiß, da macht es ja nicht alzu viel Sinn warme Getränke zu servieren, aber ich immer noch durstig nehme einen kleinen Schluck. Als eine Minute später das Besteck gebracht wurde und Forever es in einen der Becher zum säubern tat, dachte ich einfach nur --> FAIL! Glücklicherweise glaube ich das es unbemerckt geblieben ist.
Gewöhnungsbedürftig ist das Fleisch hier, denn die Chinesen glauben daran, dass der Knochen am Fleisch Glück bringt. Damit kan ich ja noch relativ gut leben. Ich möchte jedoch dazu erwähnen, dass ich in fast jedem Fisch eine Gräte oder in jedem Frikassee einen kleinen Knochen finde, also ich in dieser Hinsicht ziemlich pingelig bin. Das schlimmste ist aber, dass der Knorpel mitgegessen wird.
Ja das ist schwierig, ich habe mich sogar überwunden und einen zerbissen, aber das runterschlucken habe ich nicht geschafft. Aber naja vielleicht wird das ja noch, es ist ja erst der erste Tag und ich hoffe da genieße ich noch ein bisschen Neulingsnachsicht. :-)